Zulassung ausstehend: Rheinmetall modernisiert 30 Schützenpanzer Marder

Zulassung ausstehend Rheinmetall modernisiert 30 Schützenpanzer Marder

14.07.2022, 16:59

Die Ukraine wartet noch immer auf schwere Waffen, mit Rheinmetalls Schützenpanzern Marder, die wieder Bewegung in die Sache bringen könnten. Allerdings liefert der Rüstungskonzern keine Fahrzeuge direkt in die Ukraine.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall modernisiert nach eigenen Angaben derzeit mehr als zwei Dutzend Schützenpanzer Marder für einen möglichen Ringtausch zur Unterstützung der Ukraine. An 30 davon habe man bereits „gearbeitet“, um sie auf den zu erwartenden Verkauf vorzubereiten, sagte ein Unternehmenssprecher am niedersächsischen Standort Unterlüß. Insgesamt etwa 100 Stück ließen sich „relativ leicht zubereiten“. Mitte Juni gab das Unternehmen bekannt, dass bereits sechs Marder-Schützenpanzer repariert worden seien.

Rheinmetall hatte angeboten, die von der Bundeswehr außer Dienst gestellten und wiederaufzubereitenden Dienstage zu übergeben. Über die Öffentlichkeit hat die Bundesregierung noch nicht entschieden. Rheinmetall-Chef Armin Papperger geht davon aus, dass der geplante Verkauf der alten Marder-Panzer bald genehmigt wird. „Wir sind täglich mit dem Kanzleramt in Kontakt, es gibt Willen und Druck“, sagte er.

Ziel sei es, die Schützenpanzer des Typs 1A3 an andere Länder zu liefern, die wiederum ihre eigene Bewaffnung an die ukrainischen Streitkräfte liefern könnten, erklärte der Sprecher. Länder wie Tschechien und Griechenland erhalten sie als Entschädigung, wenn sie ihrerseits ehemalige sowjetische Panzer aus ihren Beständen in der Ukraine liefern. Auch in Deutschland gab es zuletzt internationale Kritik wegen des Zögerns bei versprochenen Waffenlieferungen.

Bei den Marder-Exemplaren handelt es sich um Panzer aus den 70er und 80er Jahren, Rheinmetall will auch frühere Versionen des Kampfpanzers Leopard 1 weiterverkaufen: “Wir haben 88 davon verfügbar.” Da ein Großteil der Politik in der aktuellen Kriegslage Exporte von antikem Militärgerät in verbündete Staaten befürwortet, hofft man, dass der Bundessicherheitsrat das Geschäft zulässt.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *