Zunehmend von Armut betroffen: Dauerhafte Linderung ist nötig

Steigende Preise in den Bereichen Lebensmittel, Wohnen und Energie lösen in Österreich zunehmend Existenzängste aus. 14,7 % der österreichischen Bevölkerung, insbesondere Alleinerziehende und Kinder, sind armutsgefährdet. Das sind rund 1,4 Millionen Österreicher.

Die Armutsgefährdungsgrenze für einen Einpersonenhaushalt liegt bei einem Einkommen von 1.371 Euro im Monat. „Rund 1,7 Millionen Menschen leben in Niederösterreich. 12 Prozent davon sind armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Ältere Menschen, alleinerziehende Mütter und Familien mit mehr als drei Kindern sind besonders betroffen“, sagt Hannes Buxbaum, Landesdirektor Gesundheit und Soziales Leistungen des Niederösterreichischen Roten Kreuzes.

Forderung nach Sozialhilfereform

Das Armutsnetzwerk, die Caritas und das Rote Kreuz haben nun Forderungen gestellt, die erfüllt werden müssen, um die Armut zu bekämpfen. „Es gibt drei Bereiche, die wir ansprechen. Die Reform der Sozialhilfe, die Gewährleistung von bezahlbarem Wohnraum und Gesundheitsversorgung mit medizinischer Versorgung für alle“, erklärt die Präsidentin des Armutsnetzwerks, Barbara Bühler. Konkret bedeutet dies, dass sich im Hinblick auf die Schaffung der Sozialversicherung der Anteil des Wohnens an der Sozialhilfe an den realen Wohnkosten orientiert, bei bezahlbarem Wohnraum ohne Abzug des Zuschusses zum Wohnen der Anteil der Wohnkosten an der Sozialhilfe Angelegenheiten. Hilfe. Das Armutsnetzwerk fordert weiterhin eine Erweiterung des Empfängerkreises und will die Betroffenen nachhaltig von den stark gestiegenen Energiepreisen entlasten.

Darüber hinaus muss in Niederösterreich eine Anlaufstelle für die medizinische Behandlung von Personen ohne Krankenversicherung eingerichtet werden. Bei allem Optimismus sind die Prognosen nicht optimistisch: „Die Auswirkungen der Corona-Pandemie waren und sind langfristig sichtbar und werden sich voraussichtlich verschärfen. Deshalb brauchen wir in dieser Krise mehr denn je starke Sicherheitssysteme», sagt Bühler.

“Mehr als 1.700 Menschen in Niederösterreich haben sich 2021 an die Caritas Sozialberatungsstelle gewendet und Unterstützung gefunden. Hauptgründe sind Wohnen und Energie”, erklärt Ulrike Oforha, Leiterin des Caritas-Teams Sozialberatung Niederösterreich Nord und Süd.

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