Zürich: Vergibt das Universitätsspital illegal Aufträge? – Der Kantonsrat meldet dies

Gepostet am 11. Juli 2022, 7:23 Uhr

Seit 2018 hat das Universitätsspital Zürich (USZ) 140 Aufträge freihändig, also ohne öffentliche Ausschreibung, vergeben. Dies sollte nur in Ausnahmefällen geschehen. Regierungsrat Hans-Peter Amrein hat nun Aufsichtsbeschwerde eingereicht.

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Werden Aufträge illegal an das USZ vergeben? Kantonsrat Hans-Peter fordert eine Untersuchung.

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Gemäss Amrein kann nicht ausgeschlossen werden, dass beim USZ «strafrechtlich relevante Verhaltensweisen» vorliegen.

Tamedia / Oeschger-Challenge

Im Jahr Corona 2020 hatte das USZ weniger als 48 Millionen Franken erwirtschaftet.

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Der Zürcher Regierungsrat Hans-Peter Amrein (fraktionslos) hat eine Aufsichtsbeschwerde gegen das Universitätsspital Zürich und eine Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Die Anklage: Das Universitätsklinikum soll rechtswidrig Anordnungen erteilt haben.

«Angesichts der übermässigen Anzahl von Direktzusprachen besteht der begründete Verdacht, dass das USZ eine rechtswidrige Zuteilungspraxis betreibt», schreibt Amrein in einer Pressemitteilung. Daher sei das USZ der Pflicht zur öffentlichen Ausschreibung der Aufträge nicht nachgekommen, sondern habe diese allein und damit privat vergeben.

„Strafrechtlich relevantes Verhalten“ möglich

So wurden beispielsweise sieben Millionen Franken für Microsoft-Lizenzen ohne öffentliche Ausschreibung ausgegeben, zwei Millionen für die Reparatur einer Rohrpostanlage. Laut Amrein „kann nicht ausgeschlossen werden, dass es in diesem Zusammenhang auch strafrechtlich relevante Verhaltensweisen gibt.“

Aufträge dürfen nur jährlich bis zu einer bestimmten nicht ausgeschriebenen Schwelle vergeben werden. Am USZ werden auf diese Weise jedoch überraschend viele Aufträge vergeben: Seit 2018 sind es rund 140. Deshalb müsse die Vergabepraxis des USZ “dringend genauer überprüft werden”.

Das USZ war in der Vergangenheit immer negativ gegenüber den Medien. Besondere Aufmerksamkeit erregte der Fall des ehemaligen Leiters der herzchirurgischen Klinik Francesco Maisano, der Produkte einer Firma verwendete, an der er beteiligt war. Maisano hatte dies nie klar gesagt. Auch im Jahr Corona 2020 erwirtschaftete das USZ weniger als 48 Millionen Franken, wie die «Limmattaler Zeitung» berichtet.

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