Zwei Fälle von Diphtherie in einem Krankenhaus in Wien

Die Gesundheit

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden in den vergangenen Tagen zwei Fälle von Diphtherie als Patienten behandelt, die in einem Krankenhaus in Wien aufgenommen wurden. In einem Fall starb der Patient, im anderen erholte sich der Patient.

09.06.2022 09.50

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Die Krankheit ist in Österreich Pflicht. Beide Fälle wurden im Rahmen dieser Meldepflicht bekannt. Weitere labordiagnostische Abklärungen seien veranlasst worden, so das Gesundheitsministerium weiter. Berichten zufolge haben die örtlichen Gesundheitsbehörden die erforderlichen Maßnahmen ergriffen. Beide Fälle wurden auch internationalen Gesundheitsbehörden gemeldet.

Lokale Infektion bis zur Schädigung des Herzmuskels

Diphtherie wird durch Toxine des Bakteriums Corynebacterium diphtheriae verursacht. Bakterien werden durch Tröpfchen und engen Kontakt übertragen. Die Inkubationszeit der Krankheit beträgt in der Regel zwei bis fünf Tage. Das Krankheitsbild kann von einer lokalen Infektion (Nasen-, Rachen-, Kehlkopfdiphtherie) über eine Infektion der Atemwege bis hin zu einer schweren toxischen Form (Herzmuskel-, Nieren-, Leberschädigung) reichen.

Menschen, die ausreichend geimpft sind, können C. diphtheriae in Nase und Rachen tragen und übertragen, ohne selbst krank zu werden. Die Krankheit wird mit Antibiotika und Antitoxinen behandelt. Der wirksamste Weg, der Krankheit und einem schweren Verlauf vorzubeugen, ist die Impfung. Dies geschieht im Rahmen der Impfung sechsmal bei Kindern. Die erste Auffrischimpfung wird im Alter zwischen sieben und neun Jahren empfohlen, dann alle zehn Jahre und ab dem 60. Lebensjahr alle fünf Jahre.

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