Zweimal lebenslange Haft nach Wohnungseinbruch bei Graz

13.06.2022 21:45 (13.06.2022 21:45)

Der Prozess nach einem brutalen Wohnungseinbruch im vergangenen Herbst in Eggersdorf bei Graz endete am Montag mit zwei lebenslangen Haftstrafen für beide Angeklagten. Die Männer im Alter von 44 und 50 Jahren versuchten, eine 55-jährige Burgenländerin vor den Augen ihrer dreijährigen Enkelin zu töten, schlugen sie und stachen ihr mit zwei Messern in den Rücken. Das Opfer überlebte und identifizierte die Verdächtigen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die beiden Ostländer blieben auch am dritten und letzten Prozesstag ihrer Verantwortung treu: Einer von ihnen gestand den Raub, stritt jedoch den versuchten Mord ab. Der andere behauptet nicht einmal, dort gewesen zu sein, aber die Beweise lasteten schwer auf ihm. In der Vorwoche wurden vor allem die beiden Verdächtigen, die aus früheren Gefängnisaufenthalten bekannt waren, und Ermittler der Polizei vernommen. Am Montag standen das Opfer, die Schwiegertochter und der Schwiegersohn auf der Zeugenliste. Die Eltern der dreijährigen Enkelin beschrieben, was ihre Tochter zu der Tat sagt: „Sie träumt und redet immer noch von den bösen Männern, die ihrer Großmutter wehgetan haben“, sagte übrigens der Vater des kleinen Mädchens dem Bruder. – Gesetz des 44-jährigen Angeklagten.

Offenbar erzählt der Junge seinen Eltern weiterhin, wie ihm der „haarlose Mann“ immer wieder mit einem Messer in den Rücken gestochen habe. Das Mädchen zeigt die Bewegungen ihrer Hände. Der “weißhaarige Mann” hingegen habe die Großmutter gefesselt, sagte die Mutter des Jungen. Entgegen ersten Berichten wurde die Enkelin bei dem Angriff verletzt: Ihre Augen waren schwarz und ihr Gesicht geschwollen.

Großmutter schilderte mit bemerkenswerter Entschlossenheit, wie sie von den Tätern angegriffen wurde. „Ich dachte sofort, sie könnten mir etwas antun, weil einer von ihnen keine Maske trug“, war sein damaliger Gedanke. Es gelang ihm, sein Handy zu verstecken, mit dem er später einen Krankenwagen rief.

Nüchtern schilderte sie, wie sie von einem der Täter gefesselt wurde und vor dem Wohnzimmersofa kniete: Ich habe links eins gestellt. Ihre Enkelin, die damals vor ihr auf der Couch saß, fing an zu weinen. Dann schwieg er wieder und „ich habe mich schon gefragt, ob es das war und ob ich von meinem Handy aus die Polizei anrufen könnte“, sagte Oberwarts Frau. Aber dann spürte er, wie er nach Luft schnappte und spürte, wie ihn sein Stich immer wieder in den Rücken traf.

Als die Täter weggingen, gelang es ihm, den Rettungsdienst zu rufen und auch zu schildern, dass die Diebe mit ihrem Auto fliehen mussten. „Unpackbar, ich liege vor Ihnen“, sagte der 55-jährige Präsident Helmut Wlasak, der trotz seiner Verletzungen guter Laune war und vor Angst offenbar richtig agierte.

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