100 Milliarden Euro: Das will die Bundeswehr kaufen

Die Luftwaffe dürfte der große Nutznießer des neuen 100-Milliarden-Euro-Sonderfonds für die Bundeswehr sein. Das geht aus einer vertraulichen Liste von Projekten hervor, die mit den zusätzlichen Milliarden finanziert werden sollen. Dafür müssen mehr als 100 Milliarden Euro für Flugzeuge, Helikopter, Luftverteidigungssysteme und Drohnen ausgegeben werden. Aus Süddeutsche Zeitung Das Dokument „Projekte Sondervermögen Bundeswehr 2022“ liegt vor.

Am Wochenende einigten sich die Ampelkoalition und die Union darauf, die Bundeswehr mit einem Sonderfonds von 100 Milliarden Euro zu stärken. Es sollte im Grundgesetz verankert werden. Die Regierung will eine Verschuldung in dieser Größenordnung übernehmen. Die Bundeswehr soll das Geld nach Jahren der Stilllegung nutzen können, um ihre Verpflichtungen zur Verteidigung des Bündnisses und des Landes zu erfüllen. Die Liste zeigt, wofür das Geld ausgegeben werden soll.

Dass die Regierung den Altersschwächen helfen will, war bereits bekannt Tornado– Kampfjets und Transporthubschrauber des Typs CH-53 um sie mit dem zusätzlichen Geld zu ersetzen. Als Nachfolger des Tornados muss F-35-Stealth-Flugzeuge werden in den USA gekauft. Auch die neuen Transporthubschrauber kommen aus Amerika. Außerdem sollte es Eurofighter-Jet noch weiter zu entwickeln. Allein diese Projekte werden insgesamt fast 20 Milliarden Euro kosten. Für die „Dimension Luft“ sind insgesamt 40 Milliarden Euro vorgesehen, die aber nicht nur in die Luftwaffe fließen.

Ebenfalls auf der Liste stehen neue Seeaufklärungsflugzeuge und Waffen für die Reiher-TP-Drohnen, die die Bundeswehr in naher Zukunft einsetzen will. Die zusätzlichen Milliarden werden auch verwendet, um die Weltraumüberwachung zu stärken und mit Frankreich und Spanien zusammenzuarbeiten, um ein Jagdsystem der nächsten Generation zu entwickeln.

Der zweite große Schwerpunkt liegt laut Liste auf der Modernisierung von Kommunikationssystemen, von der Funkanlage bis zur Satellitenkommunikation. Heeresinspekteur Oberleutnant Alfons Mais erklärte kürzlich, die vordringlichste Aufgabe bei der Modernisierung der Bundeswehr sei die sichere Kommunikation. „Es fehlt einfach an der Möglichkeit, Daten und Sprache geschützt zu übertragen“, sagt Mais.

Neuere Waffensysteme wie der Schützenpanzer Puma Datenaustausch mit Soldaten auf dem Schlachtfeld. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass alle Beteiligten mit modernster Digitaltechnik ausgestattet sind. 20 Milliarden Euro aus dem Sondervermögen sollen die „Führungskompetenz“ verbessern.

16 Milliarden Euro müssen konkret in das Heer, in mit Kanonen bestückte gepanzerte Radfahrzeuge sowie in leichte und gepanzerte Transportfahrzeuge auf der Straße investiert werden. Bodentruppen sollten das Geld auch verwenden, um gepanzerte Mannschaftstransporter zu ersetzen Fuchs Sie können kaufen. Außerdem ist geplant, mit den zusätzlichen Milliarden die Entwicklung eines neuen Panzers gemeinsam mit Frankreich zu finanzieren.

Die Marine, für die 20 Milliarden Euro vorgesehen sind, kann der Liste zufolge unter anderem zusätzliche Korvetten, Fregatten und U-Boote planen. Rund zwei Milliarden des Sondervermögens fließen in die persönliche Ausrüstung der Soldaten, etwa Kampfschuhe und Nachtsichtgeräte.

Nach aktuellem Stand wird der Bundestag am Freitag den Sonderfonds in Höhe von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr beschließen.

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