Marokko
Medien: 18 Migranten sterben bei Angriff auf die spanische Enklave
Bei einem Regenguss mit bis zu 2.000 Menschen am Grenzzaun zwischen Marokko und der spanisch-nordafrikanischen Enklave Melilla sind einem Medienbericht zufolge mindestens 18 Migranten ums Leben gekommen.
Gepostet: 25.06.2022 um 09:44
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Aktualisiert: 25.06.2022 um 10:55 Uhr
Das berichteten die spanischen Zeitungen „El País“ und „La Vanguardia“ am Freitagabend unter Berufung auf Informationen der Behörden der nahe gelegenen marokkanischen Stadt Nador. Zuvor waren fünf Todesfälle gemeldet worden.
Außerdem wurden weitere 63 Migranten und etwa 140 marokkanische Polizisten verletzt. Das marokkanische Innenministerium warf den Migranten Gewaltanwendung vor. Sie stammen aus Subsahara-Afrika.
133 Migranten gelang es, die beiden sechs Meter hohen parallelen Zäune zu überwinden und spanisches Territorium zu betreten. Videobilder im Internet zeigten meist meist junge Männer, die freudestrahlend, singend und tanzend durch die Straßen von Melilla liefen. Sie wurden in eine Notaufnahme gebracht.
Marokko wurde 1956 von Frankreich und Spanien unabhängig. Spanien hat jedoch noch zwei Enklaven: Melilla und Ceuta, 250 Kilometer weiter westlich in der Straße von Gibraltar. Beide werden von Rabat beansprucht.
Rund um die beiden Gebiete warten oft Zehntausende Afrikaner, meist aus Subsahara-Afrika, auf die Möglichkeit, der EU beizutreten. Typischerweise versuchen mehrere hundert Menschen, Grenzbeamte zu überraschen und die Grenze zu überqueren.
(SDA)