30 Kilometer Straße, aber 530 Hektar Natur

Die Autobahn Fürstenfeld von Riegersdorf über die Steiermark bis nach Heiligenkreuz an der ungarischen Grenze soll künftig nicht nur den Verkehr sicherer machen und die Menschen vom Verkehr entlasten, sondern wird auch zum Vorzeigeprojekt für Umwelt- und Naturschutz. Dafür sorgen die riesigen Ausgleichsflächen, die mehr als das Sechsfache der für den Straßenbau benötigten Fläche ausmachen.

Ökologe Christian Gissing von der Grazer Freiland ZT GmbH kann ermutigende Fakten liefern. „Bei der jüngsten Nachbeobachtung haben wir die seltenen und geschützten Arten der Blaulibelle aus der Oststeiermark und dem Südburgenland wiederentdeckt.

Die Liste der Tier- und Pflanzenarten, die erst durch den Bau der S 7 für immer neue und geschützte Lebensräume finden konnten, ist lang und reicht von Schmetterlingen über Zauneidechsen, verschiedene Amphibien- und Flussmuschelarten bis hin zu Fledermäusen und fünfzackigen Rosen. Vogelmiere der Große Wiesenknopf, der wiederum eine wichtige Nahrungsquelle für Raupen der geschützten Schmetterlingsart Altblau ist.

Von Nistkästen bis hin zu Steinhaufen und Teichen

Als Ausweichquartiere für Fledermäuse wurden mehr als 200 Nistkästen errichtet, die bereits entsprechend bewohnt werden. Es wurden Nester für Schwarzstörche gebaut, die auch schon besetzt sind, inklusive Storchenzucht. Um Reptilien einen idealen Lebensraum zu bieten, wurden Steinhaufen und andere Trockenlebensräume angelegt und erste Nachkommen bereits identifiziert.

Im Bereich der S 7 West wurde eine alte Kiesgrube verfüllt und eine Gesamtfläche von 15 Hektar so angepasst, dass sie ideal für am Boden nistende Vögel ist. Pfauen, Rebhühner, Wachteln und Chorillot wurden bereits gesichtet. „Auch für Ornithologen ist das Gebiet zu einem Hotspot geworden, weil es auch von vielen Zugvögeln als Maßstab genutzt wird“, sagt ASFINAG-Umweltexpertin Irina Langegger.

„Und dass die Haselnuss auch auf den Rodungsflächen brütet, ist ein besonderer Erfolg, da die meisten Nester durch die landwirtschaftliche Nutzung zerstört werden. Eine magere und artenreiche Vegetation als Grundlage für eine hohe Artenvielfalt und damit eine gute Versorgung der Jungvögel mit Nahrung und die Schaffung von Feuchtgebieten, überzeugte nistende Watvögel, sich in Lichtungsflächen niederzulassen und für Vergnügungen zu sorgen“.

Im östlichen Abschnitt der S 7 wurden insgesamt sechs Teiche mit jeweils rund 500 Quadratmeter Wasserfläche angelegt. Diese ruhigen Gewässer stehen ausschließlich der Natur zur Verfügung und wurden schnell von zahlreichen Pflanzen- und Tierarten erobert, darunter auch geschützte Tierarten wie Grünfrösche, Springfrösche, Kröten, Kröten, Glattmolche, Alpenkammmolche, Wildschlangen, Gräser und viele mehr andere mögen Libellen. und Ruderinsekten.

Diese Arten wurden durch ein kostspieliges Projekt zur Ansiedlung der Erdkröte ergänzt. Die Paddelfußkröte ist rund um die S 7 nur noch selten anzutreffen und war früher zahlreich. Im Zuge des Baus der S 7 wurden die Kaulquappen aus stabilen Populationen in der Südsteiermark unter fachkundiger Anleitung entnommen und in einigen der neu angelegten Teiche platziert, damit die Erdkröte auf den Schaufelfüßen einen Lebensmittelpunkt haben kann Region in Zukunft wieder.

Vielen Dank für Ihr Interesse an BVZ.at.

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unserem Newsletter. Jetzt kostenlos abonnieren und alle 2 Wochen die besten Storys und Aktionen direkt in dein Postfach erhalten.

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *