4. WM-Titel für „Suomi“ – erfolgreiche Revanche: Diesmal gewinnt Finnland gegen Kanada

  • Finnland gewinnt Gold bei den Eishockey-Weltmeisterschaften in Tampere (FIN) nach einem 4:3-Sieg im Finale gegen Kanada.
  • Sieger des Spiels um den Olympiasieger war Sakari Manninen in der 67. Minute.
  • Damit gelingt „Suomi“ die Revanche für das gegen Kanada verlorene Finale der WM 2021.
  • Die Tschechische Republik gewann Bronze mit einem 8:4-Kantersieg in den USA.

Es sah so aus, als würden die Dinge in Tampere enden, als Joel Armia in der 55. Minute mit einem großartigen Handgelenkschuss das 3: 1 erzielte; Finnland hatte sein Ziel auf dem Weg zum vierten WM-Titel erreicht. Aber Kanada wird nicht besiegt, bis das Spiel vorbei ist.

Kanada zeigt wieder Moral

Das erlebte Schweden im Viertelfinale, als es in den letzten Minuten einen sicher geglaubten Sieg aufgab. Und das musste Finnland im WM-Finale durchmachen. Ohne Torhüter glichen Zach Whitecloud und Max Comtois noch aus.

Mit diesem Zwischenspurt war das Konkurrenz-Schicksal der „Ahornblätter“ allerdings erschöpft. In der Verlängerung, gespielt 3-gegen-3, vergab Ottawa-Star Thomas Chabot einen tödlichen Elfmeter. Finnland ließ sich nicht zweimal bitten. Nach einem feinen Zug in die Mitte hätte Sakari Manninen nach 29 Minuten beinahe ein Tor für die Hausherren erzielt, doch der letzte Schuss ging knapp am Tor vorbei.

Filppula im «Triple-Gold-Club

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Valtteri Filppula hat mit dem Gewinn des Weltcup-Heimgolds einen besonderen Meilenstein erreicht. Der 30-jährige Center, der seit 2021 bei Genf-Servette unter Vertrag steht, ist nun Mitglied im Triple Gold Club. Die Hall of Fame wurde von der IIHF gegründet und würdigt Spieler, die im Laufe ihrer Karriere Weltmeister, Olympiasieger und Stanley Cup-Gewinner waren. Filppula ist der 30. Spieler, der den Triple Gold Club erreicht. Neben dem WM-Titel und der diesjährigen Olympia-Goldmedaille gewann er mit Detroit 2008 den Stanley Cup.

Biels besondere Freude

Es war der Höhepunkt eines Spiels, das ziemlich schlecht begonnen hatte. Nach einer torlosen ersten Halbzeit brachte Dylan Cozens Kanada in der 24. Minute in Führung, Finnlands Reaktion setzte sich im Schlussdrittel fort. Nach mehreren (teils umstrittenen) Elfmetern von Kanada glich Mikael Granlund im Powerplay aus (45.) und erhöhte 104 Sekunden später auf 2:1. Mit Armias 3:1 sechs Minuten vor Schluss schien das Spiel entschieden. Allerdings war es nur der Auftakt zur finalen Show.

Für die Finnen ist es der 4. WM-Titel nach 1995, 2011 und 2019. Auch die Finnen wiederholten den einzigen Kraftakt der Schweden von 2006 bis Sonntag, nachdem sie im selben Jahr Olympia gewonnen hatten, wurden sie auch Weltmeister.

Besonders zufrieden mit dem Turnier dürfte auch der EHC Biel sein, schließlich wird Jussi Olkinuora neuer Torhüter der Seeländer für die kommende Saison: in seiner Funktion als MVP der WM 2022.

WM-Bronze geht an Tschechien

Tschechien holte derweil erstmals seit 2012 wieder eine Medaille bei einer Eishockey-WM. Im Spiel um Platz drei besiegten die Osteuropäer die USA mit 1:3 zu 8:4. Alle drei Tore vom 2:3 (33.) bis zum 5:3 (44.) zu Beginn des Schlussdrittels erzielten die Tschechen in 166 Sekunden.

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