Sierre VS: Ein 14-Jähriger ersticht seine Mutter: Das bedroht den jungen Mann juristisch Das ist es

Gepostet am 26. Mai 2022, 5:01 Uhr

In Sierre hat sich am Montagabend ein Tötungsdelikt ereignet. Ein 14-jähriger Mann wurde festgenommen. Ein Jurist erklärt, was dem jungen Mann rechtlich droht.

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Die ermordete FB lebte mit ihren Kindern in einer Wohnung in Sierre.

20 Minuten / Zoe Stoller

Der Schmerz für den 41-Jährigen ist groß. Vor ihrem Kosmetikgeschäft haben Freunde und Bekannte Blumen niedergelegt.

20 Minuten / Zoe Stoller

Die Mutter von zwei FB-Kindern starb Montagnacht in Sierre.

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Die Mutter von zwei FB-Kindern wurde in Sierre erstochen. Ihr 14-jähriger Sohn wurde festgenommen und steht unter Arrest. Ein Jurist erklärt, was dem jungen Mann rechtlich droht. Laut Verteidiger Stephan Schlegel sind Sie in der Schweiz jünger als zehn Jahre. Das Jugendstrafrecht gilt für Jugendliche zwischen zehn und 18 Jahren.

„Wenn ein Jugendlicher über 15 Jahren ein Vergehen oder Verbrechen begeht, kann er mit einer Freiheitsstrafe von einem Tag bis zu einem Jahr bestraft werden. Bei den über 16-Jährigen beträgt die Höchstdauer vier Jahre“, erklärt Schlegel. Bei Tötungsdelikten ordnet das Gericht in der Regel an, dass Kinder unter 14 Jahren in eine geschlossene Einrichtung aufgenommen oder ambulant therapiert werden, wo der Jugendliche professionelle Hilfe erhält.

„Er war nie ein einfaches Kind“

Laut Nachbarn ist die Familie kürzlich in die Wohnung eingezogen, in der sich die Tat ereignet hat. Die Frau lebte laut einem langjährigen Freund mit ihren beiden Kindern in einer nahe gelegenen Wohnung. “Sie war eine wunderbare Freundin und eine gute Mutter. Sie kannten jeden in der Nachbarschaft. Die 14-Jährige hat Autismus.” Er muss regelmäßig Medikamente einnehmen und befindet sich in psychologischer Behandlung. Ab und zu gab es Spannungen zwischen Mutter und Kind“, sagt die Frau.

Gemäss Thomas Knecht, Leiter der Forensischen Psychiatrie des Psychiatrischen Zentrums Appenzell Ausserrhoden, muss hinter der Tat ein ausserordentliches Motiv stecken. Laut Statistik sei Autismus allein kein Risikofaktor für Kriminalität, so Knecht. Autismus kann jedoch die zwischenmenschliche Kommunikation behindern und damit Konflikte verschärfen.

„Es muss einen harten Konflikt gegeben haben, der subjektiv nicht anders gelöst werden konnte“, sagt der Psychiater. Mit Beginn der Pubertät wird bei Männern vermehrt das Sexualhormon Testosteron ausgeschüttet, was aggressives Verhalten verstärken und sogar psychotische Ausbrüche begünstigen kann.

Anwohner berichten von einem großen Polizeiaufgebot vor dem Wohnhaus am frühen Montagmorgen, auch Spürhunde seien eingesetzt worden. “Ich hörte kurz nach Mitternacht eine Frau schreien. Danach hörte ich Applaus, als hätte jemand eine Ohrfeige bekommen. Endlich fiel etwas, ich hörte ein Klirren, als wäre ein Glas oder eine Vase umgefallen”, sagt ein Nachbar.

* Den Verlegern bekannter Name

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Pro Senectute, Tipps für Senioren in schwierigen Lebenssituationen

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