Atakan Karazor: Beschwerden gegen den auf Ibiza inhaftierten VfB-Profi

Fußballangriff Karazor

Schwere Vorwürfe gegen den auf Ibiza inhaftierten VfB-Profi

Ab: 16:05 Uhr | Lesezeit: 2 Minuten

Festgenommener Fußballprofi vom VfB Stuttgart auf Ibiza

Der Fußballprofi Atakan Karazor des VfB Stuttgart ist im Urlaub auf Ibiza festgenommen worden. Die Polizei bestätigte nur die Festnahme von zwei 25-jährigen Deutschen, die der Vergewaltigung durch einen jungen Spanier beschuldigt wurden. Der Mittelfeldspieler bestreitet jede Straftat.

Atakan Karazor vom VfB Stuttgart ist auf Ibiza festgenommen worden. Ein 18-Jähriger wird verdächtigt, ihn im Gerichtssaal vergewaltigt zu haben. Der Fußballer bestreitet das. In Spanien wurde das Strafrecht für diese Fälle gerade massiv verschärft.

Fußballprofi Atakan Karazor vom VfB Stuttgart wurde nach Angaben seines Vereins während eines Urlaubs auf der spanischen Ferieninsel Ibiza festgenommen. Der Mittelfeldspieler bestreitet jegliche kriminelle Tätigkeit, teilte der Fußball-Bundesligist am Samstag mit. „Der VfB steht in ständigem Kontakt mit seinen Anwälten“, sagte er.

Was ihrem 25-jährigen Mittelfeldspieler vorgeworfen wird, sagten die Schwaben nicht. „Da es sich um einen laufenden Prozess handelt, bitten wir um Verständnis, dass sich der VfB derzeit nicht weiter äußern kann.“

Atakan Karazor hat bisher 43 Bundesligaspiele für den VfB Stuttgart absolviert

Quelle: pa / Jens Niering

Auf dpa-Anfrage bestätigte die Polizei von Ibiza nur die Festnahme zweier 25-jähriger Deutscher, die der Vergewaltigung durch einen jungen Spanier beschuldigt worden waren. Derzeit werden die Identitäten der beteiligten Personen nicht bekannt gegeben.

Der Richter lehnte eine Kaution ab

Die mutmaßliche Tat ereignete sich laut spanischen Medien in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in einer Villa in der Nähe von San José. Ein 18-jähriger Mann wurde später in einem Krankenhaus untersucht und der Polizei gemeldet. Die beiden Deutschen wurden festgenommen, ein Richter ordnete Haft an. Eine Freilassung auf Kaution lehnte er ab. Vergewaltigung wird in Spanien mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 15 Jahren geahndet.

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Sexualverbrechen werden in Spanien sehr ernst genommen. Mit dem „Ja heißt nur ja“-Gesetz wird das Strafrecht massiv verschärft. Sexuelle Übergriffe gelten nach Inkrafttreten des Gesetzes als Verstoß, auch wenn das Opfer aus Angst nicht zurücktritt und eine Tat zulässt.

Das Gesetz wurde nach landesweiten Protesten geändert

Mit dem Gesetz reagierte die Linksregierung in Madrid auf mehrere Fälle von Massenvergewaltigungen, bei denen die Täter mit milden Strafen ausgekommen sind. Die Vergewaltigung einer Frau in Pamplona durch eine Gruppe von fünf Jugendlichen im Jahr 2016 hat für große Empörung gesorgt.

Ein Gericht wertete die Vergewaltigung nicht als Vergewaltigung, da es, wie es im Urteil von 2018 heißt, „keine Schläge oder Drohungen“ gegeben habe und das Opfer passiv geblieben sei. Das Urteil löste landesweit Proteste aus.

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