Donald Trump plant den nächsten Putsch
Autokratische Staaten von Amerika
Donald Trump will die US-Verfassung auflösen. Er will das Land in einen undemokratischen Einparteienstaat verwandeln. Die Republikaner helfen ihm.
Donald Trump arbeitet an seinem zweiten Coup, um die US-Verfassung zu demontieren und die gewaltfreie Machtübergabe zu verhindern, die für jede Demokratie nach der Wahl 2024 unerlässlich ist.Der Star der Show zeigt einen langen Atem, den viele seiner Kritiker nicht hatten halte ihn für fähig und hat ihn somit völlig unterschätzt. Trump tourt durch die Vereinigten Staaten, um Kandidaten für die Zwischenwahlen im November zu unterstützen, die ihm treu ergeben sind.
Das eint in der aktuellen Situation alle, die Trumps Lüge glauben, dass er und nicht Joe Biden die Präsidentschaftswahl im Herbst 2020 gewonnen hat. Mehr als 70 Prozent der republikanischen Anhänger glauben an diese haltlose Behauptung, die von zahlreichen Amerikanern als falsch zurückgewiesen wurde Gerichte. Vielmehr konnte sich die Öffentlichkeit nach den Senatsanhörungen ein klares Bild davon machen, wie Präsident Trump versucht hatte, die amerikanische Demokratie zu stürzen, indem er das Kapitol stürmte.
Hätte Vizepräsident Mike Pence den neuen Präsidenten nicht „zertifiziert“, wäre der Sturm auf das Kapitol erfolgreich gewesen. Pence verbrachte Stunden im Bunker unter dem Kapitol, während Trumps Banden in den heiligen Hallen darüber zusammenbrachen. Zehn Menschen kamen an diesem Tag ums Leben. Pence gilt in seiner Partei inzwischen wegen seiner Verfassungstreue als Ausgestoßener.
So will Trump die Wahl 2024 sichern
Damit ihm so etwas nicht noch einmal passiert, ist Trump auf großer Tour: Die Kandidaten, die er empfiehlt, werden zweifelsohne zur Wahl gestellt. Gewinnen sie auch die Wahl im November, werden sie Trump ohne Zögern als Wahlsieger und damit nächsten Präsidenten nach der Präsidentschaftswahl 2024 bescheinigen, auch wenn er die Wahl gar nicht gewonnen hat.
Amerika könnte also, man muss diesen Satz zweimal lesen, nach der nächsten Präsidentschaftswahl in eine Autokratie abgleiten. Trump hat unter dem Jubel seiner Anhänger mehr als einmal gesagt, dass er Diktatoren liebt und ihre Macht gerne selbst ausüben würde. Die Republikaner haben längst alle demokratischen Prinzipien verworfen und versuchen, sich mit schmutzigen Tricks an der Macht zu halten. Also ziehen sie Wahlkreise neu, damit Minderheitskandidaten keine Chance haben, nur die weißen angelsächsischen Protestanten, die die idealen Republikaner sind. Die Partei und Donald Trump arbeiten Hand in Hand, um Amerika in einen undemokratischen Einparteienstaat zu verwandeln.
* Alexander Görlach ist Senior Fellow am Carnegie Council for Ethics in International Affairs in New York.
beschlagnahmt
Das FBI hat am Montag bei einer Durchsuchung des Hauses des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in Florida mehrere streng geheime Dokumente beschlagnahmt. Das geht aus der Quittung hervor, die ein Gericht in Florida zusammen mit dem Durchsuchungsbefehl herausgegeben hat. Die Washington Post berichtete, dass das FBI auch geheime Dokumente zu Atomwaffen suchte. Trump bestritt es.
Das FBI hat am Montag bei einer Durchsuchung des Hauses des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump in Florida mehrere streng geheime Dokumente beschlagnahmt. Das geht aus der Quittung hervor, die ein Gericht in Florida zusammen mit dem Durchsuchungsbefehl herausgegeben hat. Die Washington Post berichtete, dass das FBI auch geheime Dokumente zu Atomwaffen suchte. Trump bestritt es.