Argentinien gewinnt ein prestigeträchtiges Duell gegen Italien

Lionel Messi wird von seinen Teamkollegen gefeiert.

Bild: Getty

Bevorstehende Niederlage des Europameisters: Italien verlor knapp zehn Wochen nach der WM-Krise das “Finalissima” gegen Argentinien.

Die Azzurri verloren im Wembley-Stadion in London mit 0:3 gegen Südamerikameister Argentinien. Die Tore von Albiceleste vor 87.112 Zuschauern erzielten Lautaro Martinez von Inter Mailand (28.), Angel di Maria (45.+2), der zuletzt beim französischen Meister Paris St. Germain und Paolo Dybala von La Juventus in der Turiner Verlängerung. Chiellini wurde zur Pause durch Manuel Lazzari ersetzt.

Nach 29 Jahren Pause sahen sich Europa und Südamerika zum ersten Mal mit interkontinentalen Schlagzeilen konfrontiert. Die Italiener gewannen letztes Jahr die Europameisterschaft durch einen 3:2-Sieg im Elfmeterschießen gegen England, ebenfalls in Wembley. Die Argentinier um Superstar Lionel Messi hatten mit einem 1:0-Sieg gegen Brasilien die Copa America gewonnen.

In der ersten der beiden vorangegangenen interkontinentalen Endrunden besiegte Frankreich 1985 in Paris Uruguay mit 2:0. 1993 besiegte Argentinien zu Hause in Mar del Plata Dänemark mit 5:4 im Elfmeterschießen.

Argentinien baut schlagkräftige Serie aus

Die Italiener um den Favoriten Chiellini, 37, waren deutlich unterlegen. Argentinien dominierte das Geschehen weitgehend, zur Freude vieler argentinischer Fans. Vor allem Messi hätte ein höheres Ergebnis erzielen können, aber sein Pariser Klubkollege Gianluigi Donnarumma verwehrte ihm das italienische Tor. Argentinien hat damit eine unglaubliche Serie und ist seit 32 Länderspielen ungeschlagen (21 Siege, 11 Unentschieden) – die letzte Niederlage datiert aus dem Sommer 2019, als es im Halbfinale der Copa America gegen Brasilien verlor.

Kapitän Giorgio Chiellini verpasste in seinem 117. und letzten Länderspiel fast zwei Jahrzehnte nach seinem Debüt einen gelungenen Nationalmannschafts-Abschied. „Als Kind hätte ich nie gedacht, dass ich so weit gehen würde“, sagte er. Der in Pisa geborene Chiellini erreichte 2005 über den AS Livorno und den AC Florenz den Rekord von Meister Juventus Turin, wo er in 17 Jahren mit neun Meistertiteln und fünf Pokalsiegen eine Ära prägte.

Giorgio Chiellini (rechts) spielte sein letztes Spiel im Wembley-Stadion.

Bild: Keystone

dpa

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