Aus: Das Land hat ein Vorsorgepaket

Die Wahrscheinlichkeit eines Stromausfalls könne nicht genau abgeschätzt werden, sagt LH-Abgeordneter Stephan Pernkopf. Viel wichtiger ist es, vorbereitet zu sein und im Ernstfall auf Eigenverantwortung und gesunden Menschenverstand zu vertrauen.

Bei einem Blackout könne sich Niederösterreich auf staatliche Prävention verlassen, sagt Pernkopf. Nach der Lagebesprechung mit den Einsatzkräften präsentiert er ein Vorsorgepaket: „Wir bauen unsere Feuerwachen zu Sicherheitsinseln um und rüsten sie mit 460 Notstromaggregaten aus. Darüber hinaus machen wir unsere Wasserver- und -entsorgung sicher, da sauberes Wasser und Abwasserentsorgung zentrale Elemente sind“, erklärt Pernkopf. Dazu wurde die Rechtsgrundlage des Wasserwirtschaftsfonds Wasser in der letzten Landtagssitzung geändert .

Private Notstromaggregate sind nicht mehr genehmigungspflichtig

„Ein weiterer Schritt ist der Wegfall der Genehmigungspflicht für private Notstromaggregate für Gewerbe und Haushalt“, sagt Pernkopf. „Außerdem erleichtern wir die Eigenstromerzeugung erheblich, indem wir Photovoltaik-Dachanlagen bis 1 Megawatt in Niederösterreich genehmigungsfrei machen!“

(v.l.n.r.) Rotkreuzpräsident Josef Schmoll, Zivilschutzverbandspräsident Christoph Kainz, LH-Abgeordneter Stephan Pernkopf, Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner, Landespolizeidirektor Franz Popp, Gemeindeverbandspräsident Johannes Pressl und Wehrführer Martin Jawurek vorn eines Brandnotstromaggregats.

Foto: NLK Pfeiffer

Das Land arbeitet auch hart daran, die Organisationen, die ihren Teil zum Schutz der Bevölkerung beitragen, autark zu machen. NÖ Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner: „460 Feuerwehren werden mit Notstromaggregaten ausgestattet. Dafür stellen wir heuer 3 Millionen Euro an Fördermitteln bereit und sprechen von Investitionen in Höhe von insgesamt 10 Millionen Euro.“

Autarke Kasernen und Polizeistationen

Sowohl die Militärführung als auch die Polizei setzen vor allem auf Prävention. Die meisten Kasernen sind zum Beispiel in Bezug auf die Energie- und Wasserversorgung bereits autark. 100 Polizeidienststellen im ganzen Land sind gleichermaßen autark, 23 weitere in Niederösterreich. Landespolizeidirektor Franz Popp und Militärkommandant Martin Jawurek betonen: „Die Bewegung der eigenen Kräfte hat für unsere Organisationen höchste Priorität. Unsere Soldaten und Polizisten werden dabei unterstützt, die bestmögliche Vorsorge im Inland zu treffen, weil sie im Ernstfall für die Bevölkerung voll einsatzfähig sind ein Notfall! “

Schulungen und Kurse im Zivilschutzverband

Auch der Zivilschutzverband hat in den vergangenen Monaten seine Präventionsarbeit intensiviert. Intensivere Kurse und Schulungen werden derzeit insbesondere für und mit Gemeinden durchgeführt. „Die blau-gelbe Sicherheitsfamilie hat schon oft gezeigt, dass sie immer da ist“, sagt Christoph Kainz, Präsident des NÖ Zivilschutzverbandes und Präsident des Roten Kreuzes Josef Schmoll. Kommunen investieren laufend in die Erstellung von Katastrophenschutzplänen. „Die Kommunikation von Mensch zu Mensch ist – wenn sie nicht mehr funktioniert – der beste Weg, um gemeinsam Notfallszenarien zu meistern“, bestätigt der Präsident des Gemeindebundes, Johannes Pressl.

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