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In Zusammenarbeit mit Synology wollen wir uns eine mögliche Backup-Strategie für Nutzer im Apple-Ökosystem anschauen. Ein Synology-NAS und wenige Einstellungen reichen dabei aus, um Dokumente, Fotos und sogar die komplette macOS-Installation in regelmäßigen Abständen zu sichern. Zusatzfunktionen wie die Freigabe der gesicherten Fotos erleichtern den Alltag im Austausch unterschiedlicher Plattformen (hier Google und Apple) untereinander. Schritt für Schritt erläutern wir die Installation von Hard- und Software.
Ein Backup is für viele eine lästige Pflicht, kann im Fall der Fälle aber viel Ärger ersparen. So richtig darum kümmern sich die meisten Nutzer aber nicht – stattdessen verlässt man sich inzwischen mehr und mehr auf Cloud-Dienste, die zumindest die wichtigsten Daten personengebunden vorhalten. Aber gerade wenn es um größere Datenmengen geht, kommen diese Cloud-Dienste schnell an ihre Grenzen oder werden schlichtweg zu teuer. Hinzu kommt, dass man seine Daten einem externen Anbieter anvertraut, was im Hinblick auf den Datenschutz sicherlich auch ein Aspekt ist.
Dabei muss ein Backup und auch die Sicherung von Fotos gar nicht so kompliziert sein. macOS bietet seit Jahren eine integrierte Funktion namens Time Machine für inkrementelle Backups, die dazu passende Hardware stellte Apple aber ebenfalls schon vor Jahren wieder ein. Zwar kann ein beliebiges USB- oder Thunderbolt-Laufwerk ein Ziel für ein solches Backup sein, in den eigenen vier Wänden ein externe Speicherplatte mit sich herum zu schleppen, ist für viele aber sicherlich keine Alternative. Auf ein NAS zu setzen, erscheint daher die logischere und unkomplizierte Wahl, da es über das Netzwerk arbeitet.
Punkt eins ist also die Einrichtung des NAS selbst sowie die Installation und Inbetriebnahme eines Time-Machine-Backup auf diesem NAS. Die Sicherung von Fotos vom iPhone sowie die daran anschließenden Komfort-Dienste schauen wir uns im Anschluss an.
Zunächst einmal spielt es keine Rolle welches NAS von Synology es sein soll. Vorgegeben wird dies im Grunde von der Kapazität, die hier zur Verfügung stehen soll. Der Nutzer hat hier die Wahl zwischen solchen mit zwei bis zwölf Einschüben für Festplatten. Mit zwei oder vier Platten im NAS ist man im privaten Umfeld aber ausreichend versorgt. Hinzu kommt die Möglichkeiten eine Cache-SSD einzusetzen und letztendlich spielt auch die Anbindung an das Netzwerk eine Rolle.
Inbetriebnahme der Hardware
Im Preisvergleich sind mehrere hundert NAS, alleine von Synology zu finden. Wir haben uns für eine Synology DiskStation DS220+ entschieden, da es sich hier um einen guten Kompromiss aus zur Verfügung stehender Kapazität, Geschwindigkeit und der aufzuwendenden Kosten handelt. Die DiskStation DS220+ kostet aktuell 340 Euro.
Da wir später auch noch auf die zahlreichen Funktionen eingehen werden, an dieser Stelle in Hinweis: Zwar ist der Funktionsumfang innerhalb der NAS-Serie von Synology weitestgehend deckungsgleich, aber natürlich gibt es auch Unterschiede. Das was wir hier beschreiben, bezieht sich somit primär auf die DiskStation DS220+.
Die DiskStation DS220+ nimmt zwei 2,5- oder 3,5-Zoll-HDDs auf. 2x Gigabit-Ethernet können per Teaming zusammengefasst zur Anbindung an das Netzwerk genutzt werden. Im Inneren arbeitet ein Intel Celeron J4025 mit zwei Kernen und einem Takt von 2 bis 2,9 GHz, dem 2 GB an DDR4-Speicher zur Seite stehen. Über einen SO-DIMM kann der Arbeitsspeicher erweitert werden. Für unseren Fall reicht die Kombination aus Prozessor und Arbeitsspeicher aber aus. Zwei USB-3.0-Anschlüsse können dazu verwendet werden, externe Speichermedien an das NAS anzubinden.
Ein Lüfter mit einem Durchmesser von 92 mm kühlt das NAS und die verbauten Festplatten. Das Klackern der Festplatten ist deutlich lauter als die Kühlung des NAS. Im Leerlauf messen wir für das DiskStation DS220+ einen Stromverbrauch von etwa 4 W. Ist das System mit einer Sicherung beschäftigt, können es auch bis zu 10 W sein.
Als Festplatten haben wir zwei Synology HAT5300 mit jeweils 8 TB verwendet. Diese verfügen über ein SATA-Interface und arbeiten mit 7.200 Umdrehungen pro Minute. Die Festplatten kommen auf jeweils 320 Euro. Je nach gewünschter Ziel-Kapazität können auch die Varianten mit 12 und 16 TB gewählt werden. Die Datenübertragungsrate einer solchen Festplatte liegt bei etwa 230 MB/s. Die Mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTTF) wird mit 2,5 Millionen Stunden angegeben und Synology gewährt eine Garantie von 5 Jahren.
Kompatibel sind die NAS von Synology aber natürlich auch zu anderen Festplattenserien anderer Hersteller. Hier lässt sich der ein oder anderen Euro sparen bzw. die Kapazität kann den eigenen Bedürfnissen angepasst werden.
Um die Festplatten in der DiskStation DS220+ zu verbauen, müssen die Montagerahmen aus dem NAS herausgenommen werden. Dazu reicht es aus die Push-Taste über den Slot zu drücken und die Rahmen herauszuziehen.
Danach werden die Festplatten in den Rahmen eingelegt und über die Halteklipse auf beiden Seiten befestigt. Die Montage erfolgt komplett ohne Werkzeug und ist in wenigen Minuten vollzogen. Falsch machen kann man an dieser Stelle wenig, da die Löcher der Festplatte sich mit denen im Rahmen decken müssen. Ansonsten lassen sich die Halteklipse an den Seiten gar nicht erst anbringen. In der Hardware-Anleitung (PDF) sind die einzelnen Schritte aber ebenfalls ausführlich beschrieben und somit stellt die Inbetriebnahme der Hardware keine echte Hürde dar.
Einrichtung der Software
Sind die Festplatten verbaut, die Rahmen wieder in die Slots eingeschoben, kann das NAS auch schon am Netzteil angeschlossen sowie mit dem Netzwerk verbunden werden. Per “find.synology.com” in der Adressleiste des Browsers werden alle im Netzwerk verfügbaren Synology-NAS gefunden und auch aufgeführt. Ab hier geht es dann mit der Einrichtung im Synology DiskStation Manager (DSM) weiter. Mittels der iOS-App DS finder ist es auch möglich, das NAS über das Smartphone einzurichten. Wir erläutern den Prozess aber über den Zugriff mittels Desktop-Browser.
Die ersten Schritte mit dem NAS sind im Web-Assistenten recht einfach gehalten. Für die Ersteinrichtung wird zunächst einmal die installierte Firmware geprüft und gegebenenfalls aktualisiert. Zukünftige Updates des Synology DiskStation Manager (DSM) können entweder automatisch erfolgen oder der Nutzer wird per Benachrichtigung darauf hingewiesen. Danach wird das Administratorenkonto erstellt und ein Gerätename festgelegt. Am besten speichert man sich Benutzername und Kennwort in einem Passwortmanager ab.
Es empfiehlt sich an dieser Stelle das Benutzerkonto gleich als Synology-Online-Konto anzulegen, um auch von außerhalb des heimischen Netzwerks problemlos auf alle Dienste zugreifen zu können. Dazu wird eine QuickConnect ID erstellt, über die Synology das NAS von extern bereit für die Zugriffe macht bzw. dies ohne Konfiguration eine Port Forwarding oder einer sonstigen Konfiguration im Netzwerk möglich ist.
Der Web-Assistent führt den Nutzer durch die eben erwähnten, einzelnen Schritte der Ersteinrichtung und beschreibt diese auch ausführlich, sodass es jedem möglich sein dürfte, das NAS in Betrieb zu nehmen.
Nach dem Anlegen des Benutzerkontos und der Aktualisierung der Software poppt automatisch die Anfrage zum Anlegen eines Speicherpools bzw. Volumes auf. Auch hier wird ausführlich beschrieben, was ein Laufwerk und was ein Speicherpool bzw. Volume ist, sodass jedem die Begrifflichkeiten klar sind, bevor es weitergeht.
Die wohl wichtigste Entscheidung ist die für einen RAID-Typ. Bei zwei Laufwerken in der DiskStation DS220+ stehen eigentlich nur ein RAID 1 oder ein RAID 0 zur Auswahl. Bei einem RAID 0 werden beide Laufwerke zusammengefasst, sodass die Gesamtkapazität beider verbauter Platten zur Verfügung steht. Dies sorgt einerseits für hohe Durchsatzraten und maximale Kapazität (2x 8 TB in unserem Fall), bei Ausfall einer Festplatte sind die Daten allerdings futsch. Da wir hier eine Backup-Strategie beschreiben wollen, empfehlen wir den Einsatz des RAID 1. Damit steht zwar nur die Hälfte der Speicherkapazität der beiden Festplatten zur Verfügung (2x 8 TB im RAID 1 ergeben 8 TB an nutzbarer Kapazität), dafür aber kann eine der beiden Festplatten ausfallen und noch immer sind alle Daten auf der zweiten Platte vorhanden. Allerdings sollte erwähnt werden: Ein RAID 1 bietet eine gewisse Datensicherheit, stellt aber kein ins sich geschlossenes Backup dar.
Je nach NAS und Anzahl der Einschübe kann es auch Sinn machen, ein RAID 5 oder ein anderes RAID-System zu verwenden. Für unseren Fall haben wir uns für ein RAID 1 mit nutzbaren 7,3 TB entschieden, was wir im nächsten Schritt entsprechend bestätigen. Nach einer Laufwerksüberprüfung erfolgt das Erstellen des oder der Volumen, die wir auf dem Speicherpool anlegen wollen. Eine Aufteilung der Speicherkapazität erfolgt aber auch über die Dienste, die wir später noch einrichten werden. An dieser Stelle kann also einfach die Gesamtkapazität dem Volumen zugewiesen werden.
Nach der Festlegung des Dateisystems (hier einfach die empfohlene Einstellung (btrfs) wird das Speichervolumen erstellt und ist verfügbar. Nun können wir die einzelnen Dienste anlegen, die auf unserem NAS verfügbar sein sollen. Dies reicht vom einfachen SMB-Share als Dateifreigabe für Macs bis zum Einrichten des Time-Machine-Dienstes, was wir als nächsten tun werden.
Einrichtung des Time-Machine-Backups
Nun können wir die Time-Machine-Backups für den Mac einrichten. Wir beschreiben dies am Beispiel eines Macs, es können aber mehrere Macs auf das gleiche Volume auf dem NAS zugreifen. Die Schritte ab der Einrichtung unter macOS müssen einfach nur für die weiteren Geräte wiederholt werden.
Zur Einrichtung des Time-Machine-Backups muss zunächst ein gemeinsamer Ordner für das Backup…