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Bis 2025 will der Bundesrat F5-Tiger-Kampfjets vom Himmel holen. Damit stünde aber die Patrouille Suisse ohne Jets da. In der Schweiz sind die Emotionen hoch, auch im Parlament.
„Seit meiner Kindheit ist es eines der größten Dinge: Flugzeuge, Bewegungen, Interaktion. Ich finde es schön.“ Das sagt ein Zuschauer über den Auftritt der Patrouille Suisse, die kürzlich auf dem Zürichsee trainierte. An einem normalen Montagmorgen zog ihre Formation mehrere hundert Menschen an.
Doch damit könnte bald Schluss sein. Der Bundesrat kündigte in seiner Armeebotschaft an, dass die restlichen 25 F5-Tiger-Flugzeuge im Jahr 2025 auslaufen werden. Auch die von diesen Kampfjets abhängige La Patrouille Suisse ist betroffen. Durch die Flugverbote für über 40 Jahre alte Flugzeuge spart der Bund jährlich 44 Millionen Franken ein.
Eine Armeebogenmaske
Der größte Teil des sicherheitspolitischen Ausschusses des Stadtrats ist anderer Meinung. Es ist nicht dringend, den F5 zu demontieren. Benötigt würden die Flugzeuge sowieso, da die neuen F35 nach aktuellem Stand erst 2030 zum Einsatz kommen.
Ich weiß nicht, ob diese Flugshows heute noch angemessen sind.
Auch Kommissionspräsident Werner Salzmann (SVP/BE) will sich der Schweizer Patrouille anschließen. Dies ist zwar nicht sicherheitspolitisch kritisch, aber dennoch wichtig. “Er ist die Leitfigur unserer Luftwaffe und wirkt nach außen abschreckend.”
Doch nicht nur die Absichten des Bundesrates werden kritisiert. Bundesgrünenministerin Marionna Schlatter sieht die Kosten des Weiterbetriebs von F5-Flugzeugen überproportional mit den Vorteilen “sehr alter Flugzeuge”. Dass die Flugzeuge nur für die Patrouille Suisse bleiben, steht für sie außer Frage: «Für mich sind 44 Millionen im Jahr viel Steuergeld.» Auch in Zeiten der Klimakrise ist es wichtig, ökologische Argumente für sich sprechen zu lassen. “Ich weiß nicht, ob diese Flugshows heute noch geeignet sind.”
Schweizer Patrouille vor Schluss
Es ist nicht das erste Mal, dass das Ende der Swiss Patrol verkündet wird. SVP-Bundesrat Ueli Maurer, damals Chef des VBS, wollte die F5 2016 abschiessen. An einem Treffen 2013 soll er über die Patrouille Suisse gesagt haben: «Für die Folklore werden wir keine Flugzeuge mehr haben die Zukunft”. Nach dem Nein zu Gripen blieben F5-Flugzeuge länger in der Luft.
Wir könnten eine Variante mit Propellerflugzeugen verfolgen.
Die aktuelle Bundesrätin Viola Amherd hat die Patrouille Suisse noch nicht abgesagt: «Wir prüfen, ob es andere Möglichkeiten gibt, ein akrobatisches Team zum Laufen zu bringen. Zum Beispiel mit anderen Flugzeugen.“ Die Air Force prüft, welche Optionen es gibt. Laut Amherd sind die FA/18 und die neue F35 keine Optionen.
Bildunterschrift: Propellerflugzeuge sind eine mögliche Alternative. Mit dem PC7-Team gibt es bereits eine Showstaffel mit Propellerflugzeugen. Schlussstein
Auf Nachfrage sagte Peter Merz, Kommandeur der Luftwaffe, dass es in Zukunft nur wenige Optionen außer der F35 geben werde. “Es könnte sein, dass wir eine Variante mit Propellerflugzeugen weiter verfolgen.”
Fans wollen Jet
Schlechte Nachrichten für alle Fans der Jets, wie der Gründer und Ehrenpräsident des Fanclubs der Patrouille Suisse bestätigt. Ein weiteres Flugzeug sei aber denkbar: “Ein No-Jet wird sehr schwierig.” Es ist eine Frage der Tradition. “La Patrouille Suisse ist schon immer mit Jets geflogen, das zeichnet sie aus.”
Heute berät der Ständerat, ob F5-Tiger-Flugzeuge länger als vom Bundesrat geplant im Einsatz bleiben. Und damit womöglich über die Zukunft der Schweizer Patrouille.