Basel: Eine Schaufensternacht kostet 3000 Franken. Das ist es, worum es geht

Gepostet am 31. Mai 2022, 4:57 Uhr

Während der Kunstmesse Art Basel sind freie Betten Mangelware. Ein Kleinbaseler Laden bietet Übernachtungen im Airbnb-Schaufenster zu einem abschreckenden Preis an. Ein Interessent aus China hat sich bereits angemeldet.

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Eine Nacht in diesem Bett kostet während der Art Basel 3300 Franken. Zu diesem Preis wurde das Vorzeigebett auf Airbnb ausgeschrieben.

Leihlager

Für die stolze Auszeichnung „kann man die Ausstellungen auf der Art Basel nicht nur sehen, sondern auch selbst ausstellen“, wie es in der Anzeige heißt.

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„Weil Sie sich in einer Bibliothek voller Dinge befinden, stehen Ihnen über 500 Gegenstände zur Verfügung, darunter Lastenfahrräder und auch ein kleines Kino! Wenn der Rollstuhlverkehr Sie am Schlafen hindert, können Sie die Nächte problemlos in den umliegenden Clubs, Bars und Restaurants verbringen.

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Betten in Basel sind während der Kunstmesse Art Basel, die vom 16. bis 19. Juni stattfindet, rar. Die wichtigste Kunstmesse und zahlreiche Satellitenmessen machen Basel für eine Woche zum Treffpunkt des internationalen Kunstjetsets. Davon profitieren auch viele Privatpersonen, die in dieser Zeit ihre Wohnungen teuer vermieten. Oder Unternehmer mit Ressourcen. Auf Airbnb wird im Schaufenster des gut besuchten Mietshops Feldbergstraße ein Bett angeboten. Kosten: CHF 3’300 pro Nacht Das „Zimmer“, das Platz für bis zu vier Personen bietet, muss für mindestens drei Nächte gebucht werden. Rabatt inklusive, Aufenthalt kostet 9136 Franken.

Für die stolze Auszeichnung „kann man die Ausstellungen auf der Art Basel nicht nur sehen, sondern auch selbst ausstellen“, wie es in der Anzeige heißt. Das Schaufenster sticht auch mit dem trendigen Nachtleben und einem Nachbarn hervor, der eine rauchende Kette sehen kann. Außerdem steht den Gästen ein kleines Kino zur Verfügung, sowie alle Artikel, die der Verleih an seine Kunden sonst ausleiht.

„Das gehört zu unserem Konzept der humorvollen Werbung. Wir dachten nicht, dass es die Leute wirklich interessieren würde“, sagt Gawin Steiner, Mitglied des Senior-Teams des Leihlagers.

Eine Reservierung und was nun?

Was als Scherz gedacht war, könnte nun ernst werden. Über Airbnb ist bereits eine Bewerbung von einem Chinesen eingegangen. „Das hat uns sehr überrascht und jetzt wissen wir nicht mehr weiter“, sagt Steiner. Der Laden erfordert viel Mühe, um Menschen unterzubringen. Daher sollten mindestens drei Nächte gebucht werden. „Wir haben drei Tage eingestellt, weil es ein riesiger Aufwand ist und wenn wir es machen, dann machen wir es richtig“, erklärt Steiner. „Die Reservierung sollte sich auch für uns lohnen, weil wir den Laden wohl schließen müssten.“

Die Idee zu allem entstand nach Geschäftsschluss, wie Steiner erklärt: „Das Ganze entstand bei einer Runde Feierabendbier, als großer Teil unseres Konzepts der humorvollen Werbung.“ Was er nach seinem Ausscheiden aus dem Amt machen wird, ist derzeit noch nicht bekannt. „Das Team bespricht das noch intern“, sagt Steiner.

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