günstige benzinpreise
Ausländer sind in Ungarn teurer als Inländer
Stand: 27.05.2022 | Lesezeit: 2 Minuten
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1,22 Euro pro Liter Super – das gilt in Ungarn nur für Landesbürger. Alle anderen müssen 40 Prozent mehr zahlen. Damit könnte das EU-Land gegen das Diskriminierungsverbot verstoßen.
Seit Freitag müssen ausländische Autofahrer in Ungarn deutlich höhere Spritpreise zahlen als inländische Autofahrer. Ein entsprechendes Dekret erschien am Donnerstag kurz vor Mitternacht im Ungarischen Amtsblatt. Damit können Autos mit ausländischen Kennzeichen nicht mehr zum offiziell festgesetzten Preis von 480 Gulden (1,22 Euro) für Superbenzin (95er Oktanzahl) und Diesel tanken. Vielmehr müssen ausländische Fahrer den Marktpreis bezahlen.
Laut Medienberichten liegt dieser durchschnittlich 40 Prozent über dem offiziellen Preis. Die Regierung des rechten Ministerpräsidenten Viktor Orban hatte den Benzinpreis im vergangenen November offiziell festgelegt. Die zunächst bis zum 1. Juli geltende Regelung soll dafür sorgen, dass Autofahrer weltweit nicht unter steigenden Kraftstoffpreisen leiden müssen.
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Bisher konnten auch ausländische Autofahrer in Ungarn zum offiziellen Preis tanken. Allerdings kündigten Regierungsvertreter am Donnerstagnachmittag überraschend an, dass ab Freitag für Ausländer der Marktpreis gelten würde. Vor den Tankstellen nahe den Grenzen der EU-Nachbarn Österreich und Slowakei bildeten sich am Donnerstagabend laut Medien lange Schlangen, weil viele Ausländer günstiger tanken wollten.
Diskriminierung von EU-Bürgern?
Die unterschiedliche Behandlung von Staatsangehörigen und Bürgern anderer EU-Staaten in den Bomben wirft die Frage auf, inwieweit das EU-Land Ungarn nicht gegen das bestehende Diskriminierungsverbot in der EU verstößt. Orbans Chefkanzler Antal Rogan räumte am Donnerstagabend in einer Fernsehsendung ein, dass die neue Preisregulierung zu Gesprächen mit Brüssel führen könnte.