Berichte: Israel stimmt einem Waffenstillstand im Gazastreifen zu

Der amtierende israelische Premierminister Yair Lapid hat die Ermordung von zwei hochrangigen Kommandeuren der Palästinensischen Islamischen Dschihad-Bewegung (PIJ) als „außerordentlichen Erfolg“ bezeichnet. Taisir al-Jabari und Khaled Mansour wurden während der am Freitag begonnenen Militäroperation der israelischen Armee im Küstenstreifen von Raketen getötet. Sie waren die Kommandeure der nördlichen und südlichen Gaza-Divisionen der islamistischen Organisation.

Christian Meier

Politischer Korrespondent für den Nahen Osten und Nordostafrika.

Die Armee gab bekannt, dass der Tod von al-Jabari und Mansour die taktischen und strategischen Fähigkeiten des PIJ „erheblich beeinträchtigt“ habe. Außerdem waren zahlreiche militärische Einrichtungen betroffen.

Israel begann am Freitag mit Angriffen auf PIJ-Stellungen und sagte, es wolle bevorstehende Angriffe der Organisation verhindern. Lapid sagte, Israel handele präzise und verantwortungsbewusst, um den Schaden für die Zivilbevölkerung zu minimieren. Die Armee wies die Verantwortung für den Tod mehrerer Zivilisten im Flüchtlingslager Jabaliya am Samstagabend zurück. Vielmehr traf ihn eine fehlgeleitete PIJ-Rakete.

Rauch und Feuer steigen am Samstag in Gaza-Stadt. : Bild: dpa

Gesundheitsbehörden im weitgehend abgeriegelten Gazastreifen meldeten am Sonntagnachmittag 31 Tote, darunter mehrere Kinder. Es gibt auch mehr als 250 Verletzte. In Israel erlitten mehrere Menschen leichte Verletzungen, hauptsächlich als sie Schutz vor möglichen Raketenangriffen suchten. Nach Angaben der Armee hatte der PIJ am Sonntagmorgen mehr als 580 Raketen auf Israel abgefeuert. Die meisten davon trafen unbewohnte Gebiete oder wurden abgefangen. Die Hamas hatte sich bis Sonntagnachmittag nicht an dem Konflikt beteiligt.

Während Israels politische Führung ankündigte, die Militäroperation so lange wie nötig dauern zu wollen, wurde am Sonntagnachmittag intensiv über einen Waffenstillstand verhandelt. Nach Angaben der Agentur hatte Israel einem Waffenstillstand seit Sonntagabend auf Vorschlag Ägyptens zugestimmt, das zwischen Israel und militanten Gruppen im Gazastreifen vermittelt.

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Der Konflikt spitzte sich zu, nachdem Israel Anfang letzter Woche einen hochrangigen PIJ-Führer im Westjordanland festgenommen hatte. Die Organisation drohte mit Vergeltungsangriffen, und Israel legte das öffentliche Leben in Grenzgebieten zum Gazastreifen tagelang weitgehend lahm.


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