Blutung im Highland Park: Ein Amokläufer plante wochenlang eine Aktion

Der Angreifer verkleidete sich als Frau

Ein Schütze aus dem Highland Park bereitete wochenlang eine Bluttat vor

Der mutmaßliche Schütze einer Feiertagsparade in den USA plante seine Tat nach neuen Erkenntnissen der Polizei wochenlang. Während des Angriffs soll er Frauenkleidung getragen haben, um sich zu tarnen.

Gepostet: 05.07.2022 um 22:04

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Aktualisiert: 8:40 Uhr

Nach Angaben der Ermittler hatte sich der Verdächtige, der während der Parade zum US-Unabhängigkeitstag in einem Vorort von Chicago sechs Menschen erschoss und viele weitere verletzte, wochenlang auf seine blutige Tat vorbereitet. Offenbar habe sich Robert „Bobby“ C.* (21) legal ein schlagkräftiges Gewehr beschafft und sich als Frau verkleidet, um seine Identität zu verschleiern und die Flucht zu erleichtern, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag.

Der Mann hatte am Montag bei der Parade im Highland Park auf Teilnehmer und Zuschauer geschossen. Nach ersten Erkenntnissen habe er wahllos in die Menge geschossen, sagte Polizeisprecher Chris Covelli. C. kletterte über eine Feuerleiter auf das Dach eines Geschäftshauses. Von dort feuerte er mehr als 70 Schüsse ab. Dann kam er vom Dach herunter, ließ seine Pistole fallen und mischte sich unter die Menge der Flüchtlinge. Stunden später wurde C. nach kurzer Verfolgungsjagd in seinem Auto festgenommen.

In den USA wehten nach dem Massaker Flaggen auf Halbmast. Aus Respekt vor den Opfern des Verbrechens gelte dies bis Samstag für das Weiße Haus, alle öffentlichen Gebäude und Militärbasen der USA sowie die US-Botschaften und Konsulate weltweit, sagte US-Präsident Joe Biden (79). am Dienstag.

Highland Park war nicht die einzige Schießerei an diesem Wochenende

Wie die Polizei von Gary im Bundesstaat Indiana am Dienstag (Ortszeit) mitteilte, kam es auch in der Stadt zu einer Schießerei: Drei Menschen wurden getötet und sieben weitere verletzt. Erste Daten deuten darauf hin, dass zum Zeitpunkt der Schießerei ein Nachbarschaftsfest zur Feier des Nationalfeiertags der Vereinigten Staaten stattfand.

Gewalttaten dürften die ohnehin schon hitzige Debatte über strengere Waffengesetze weiter anheizen. Präsident Biden und seine Demokraten fordern seit langem schärfere Waffengesetze. Weitreichende Reformen scheiterten jedoch immer wieder am Widerstand der Republikaner im Kongress und am Einfluss der mächtigen Waffenlobby NRA. (AFP/SDA/chs)

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