Dass Teilzeitarbeit unter Geisteswissenschaftlern weit verbreitet ist, hat viele Gründe, sagt Martin Hartmann, Dekan der Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern. Bildung unterscheidet sich von Ausbildung.
Die Geisteswissenschaften spielen an den Schweizer Hochschulen eine wichtige Rolle.
Simon Tanner / NZZ
Für Aufsehen sorgte das Interview mit der Wirtschaftshistorikerin Andrea Franc in der NZZ (25. Mai 2022). Frank wirft Geistes- und Sozialwissenschaftlern vor, ihre Fächer ohne Ehrgeiz zu studieren und dann freiwillig den Vollzeitjob aufzugeben. Dadurch zahlen sie weniger Steuern, könnten sich nach der Pensionierung ohne Zusatzleistungen kaum noch aus dem Wasser halten und sind daher durch die Sozialversicherung deutlich stärker belastet als andere Berufsgruppen. Dies ist eine Umverteilung von unten nach oben.