Der 10:1-Sieg im UNIQA ÖFB Cup über den Viertligisten Hohenems gab einen kleinen Vorgeschmack auf das Potenzial der Mannschaft. Mit dem Brasilianer Ronivaldo, 33 Jahre alt, kam der begehrte Torschütze, der die in der vergangenen Saison nicht ganz zufriedenstellende Erfolgsquote (Platz drei) steigern sollte.
„Zum Glück ist der Transfer gut gelaufen“, sagte Scheiblehner, der mit Lukas Tursch auch einen erfahrenen zentralen Mittelfeldspieler begrüßte. So oder so erwartet seine Truppen ein “langer und schwieriger Weg”. Der erwartete Aufstieg des Nachfolgeklubs zum ehemaligen Meister VÖEST würde fast mit der Eröffnung des neuen alten Stadions zusammenfallen, die im Juni 2023 fertiggestellt werden soll.
Newcomer Wien trifft auf Blau Weiß Linz
Im Hinspiel der 2. Liga trifft Wien auf Blau Weiß Linz. Der Wiener Traditionsklub kehrt nach acht Jahren in die zweite Liga zurück.
Für die Saison 2019/20 wird es also dieses Mal kein Déjà-vu geben. Blau Weiß gewann daraufhin den Titel, bewarb sich aber mangels geeigneter Spielstätte nicht einmal um die Oberhauslizenz. Gelingt diesmal der Sprung, könnte es erstmals seit 1997 wieder zu Oberliga-Derbys gegen den LASK kommen.
GEPA/Christian Walgram Der Meistertitel ist das Saisonziel von Trainer Gerald Scheiblehner mit BW Linz
GAK will sesshaft werden
Derby-Hoffnungen hegt auch der GAK, der nach 15 Jahren in der unteren Liga und Platz sieben in der vergangenen Saison um eine Rückkehr in die Bundesliga und damit ein Wiedersehen mit Lokalrivale Sturm Graz kämpft. Mit der Verpflichtung von Michael Liendl wurde im Juni eine Transferbombe gezündet. Der 36-Jährige kam vom WAC und soll dem Kader von Trainer Gernot Messner den entscheidenden Schub geben.
„Er kann es am Ende seiner Karriere nicht auf die leichte Schulter nehmen, er muss aufgeben“, sagte Sportvorstand Dieter Elsneg. Aber er sieht nicht den Aufstieg als oberstes Ziel, es gehe vielmehr darum, „den Verein zu konstituieren. Wir wollen in die Top 5 kommen, die Leute ins Stadion holen und konsequent auf den ersten Platz zielen.”
St. Pölten blicken optimistisch in die Zukunft
Für SKNSt. Pölten verlief das erste Jahr nach dem Abstieg mit Rang acht recht durchwachsen, der sofortige Wiederaufstieg war deutlich in weiter Ferne. „Unser Start war sehr schwierig, erst in der Rückrunde passten die Ergebnisse zu unserer Leistung“, erinnerte sich Trainer Stephan Helm, der mit Emanuel Pogatetz auf den erfahrenen Ex-Kicker zurückgreift.
2. Liga
Spielplan und Tabelle
„Es war ein großer Umbruch, auch in der Vereinsführung. Ich denke, wir haben die ersten Schritte in die richtige Richtung gemacht und können relativ optimistisch in die Zukunft blicken.“ Die Arbeit begann sich im Frühjahr auszuzahlen, und nach einer gezielten Umstrukturierung der Belegschaft konnte St. Pölten will von dort aus weitermachen. „Wir wollen eine bessere Rolle spielen, dominanter wirken und realistischere Ziele verfolgen. Schön und langsam zur Spitzengruppe aufschließen“, sagte Helm.
Die Admira setzt auf die Jugend und einen neuen Trainer
Zum Kreis der Aufstiegskandidaten gehört auch der Absteiger Flyeralarm Admira. „Wir wollen in den nächsten drei Jahren zumindest aufsteigen“, sagte der neue Trainer Robert Pätzold. Der österreichische Fußball ist dem Berliner der Vergangenheit keineswegs fremd. „Ich habe viel in Österreich erkundet“, sagte Pätzold, der sich dank seiner sechs Jahre im Jugendfußball (unter anderem in Ingolstadt) zur richtigen Zeit am richtigen Ort sieht.
GEPA/Manuel Binder-Trainer Robert Pätzold soll bei der Admira Aufbauarbeit leisten
Denn es gelte, den „ganz jungen“ Kader um die verbliebenen Routiniers Stephan Zwierschitz und Thomas Ebner weiterzuentwickeln. Pätzold will, dass seine Spieler viel investieren, früh angreifen und bei Ballbesitz direkt agieren. Werte Kommunikation auf und neben dem Platz. „Da steht immer ein Mensch dahinter“, sagte der Berliner. Admiras „graues Maus-Image“ stört ihn nicht: „Mäuse sind intelligente Wesen.“
Dem FAC steht eine schwierige Saison bevor
Dem FAC steht nach eigener Einschätzung eine komplizierte Saison bevor. Die Messlatte liegt wohl hoch. Ob die Wiener, die vergangene Saison Meister Lustenau bis in die vorletzte Runde herausforderten, diese Leistung wiederholen können, bleibt abzuwarten. Trainer Mitja Mörec war zurückhaltend. “Ohne Ausreden zu suchen, ich denke, wir werden Zeit brauchen”, sagte der Slowene.
Nur sechs Spieler des Überraschungsteams blieben übrig, darunter die Besten wie Anthony Schmid, Martin Rasner, Lukas Gütlbauer und Patrick Puchegger. „Ein einstelliger Tabellenplatz wäre gut“, erklärte Mörec. Schließlich hat es in der vergangenen Saison gedauert, bis es richtig losging. “Ich hoffe, dass wir diese Siegermentalität wieder entwickeln.”