Stand: 06.07.2022 18:30 Uhr
Flugausfälle, Wartezeiten und verärgerte Passagiere sind derzeit die Folgen des Personalmangels an deutschen Flughäfen. Deshalb müssen Arbeiter aus der Türkei eingestellt werden. Dafür hat die Bundesagentur für Arbeit nun ihre Zustimmung erteilt.
Türkische Arbeitnehmer können nun ins Land einreisen, um überlastete deutsche Flughäfen zu unterstützen. Die Bundesagentur für Arbeit habe die grundsätzliche Zustimmung zur Steuerung der Aktivitäten an deutschen Flughäfen erteilt, sagte eine Sprecherin.
Damit können 2.000 türkische Fachkräfte temporär eingestellt werden. Deutsche Auslandsvertretungen in der Türkei müssen nicht mehr in jedem Einzelfall eine Genehmigung der Bundesagentur für Besatzung an einem deutschen Flughafen einholen, erklärte die Sprecherin. Der Visaerteilungsprozess wird nun „deutlich“ beschleunigt.
Es können nur Mitarbeiter eingestellt werden, die bereits an einem türkischen Flughafen gearbeitet haben. Darunter fallen laut der Sprecherin der Bundesagentur Berufsgruppen wie Fahrgastabfertiger, Verlader, Fahrer oder Check-in-Agenten. Arbeitnehmern sollen mindestens 14,25 Euro pro Stunde zuzüglich Feiertags-, Nacht- und Sonntagszuschlägen berechnet werden.
Der Studie zufolge fehlen rund 7.200 Fachkräfte
Türkische Flughafenmitarbeiter haben die Aufgabe, Personalprobleme zu lindern, die zu zahlreichen Abwicklungsproblemen, Verspätungen und Beschwerden verärgerter Passagiere geführt haben. Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft fehlen derzeit rund 7.200 Fachkräfte.
Deshalb hatte der Arbeitgeberverband der Bodenabfertigungsdienstleister in der Luftfahrt bei der Bundesanstalt beantragt, den Einsatz von 2.000 türkischen Arbeitskräften bei der Abfertigung von Bodenflügen zuzulassen. Zudem hatte die Bundesregierung angekündigt, die Einreise ausländischer Arbeitnehmer ins Land zu erleichtern, um an Flughäfen zu arbeiten.