„Comeback“ nach der Corona-Pause: Gabalier in Mörbisch

30. Juli 2022

Gabalier beschwor in Mörbisch „Lebensfreude und Geselligkeit“ © APA/TOBIAS STEINMAURER

Wo sonst der König von Siam thront, tanzte der selbsternannte „People’s Rock’n’Roller“ eine Nacht lang: Andreas Gabalier hatte am Freitag auf der Seebühne Mörbisch seinen „Wiederauftritt“ nach – wie er sagt – einem Dreier – Jahreskrone gegeben. Mit bekannten Hits und Songs des neuen Albums beschwor der Musiker nach zweieinhalb Jahren Pandemie „Lebensfreude und Geselligkeit“ herauf und brachte Bierzeltatmosphäre auf die Musikbühne.

Gabalier betonte immer wieder, dass er schon lange auf die großen Shows gewartet habe. Unnötig zu sagen: Noch bevor das erste Wort gesprochen und der erste Ton gesungen wurde, blieb er minutenlang auf der Bühne und genoss den Applaus. Der Musiker wirkte während des gesamten Konzerts enthusiastisch und voller Energie und bewies einmal mehr, dass er Stimmung machen kann. Von der ersten Minute bis zum Schluss war das Publikum textsicher, tanzfreudig und beeindruckt.

Beherrschendes Thema des Abends war die Corona-Krise, deren Ende der Musiker beschwor. Der “Hokuspokus” soll vorbei sein, rief er der Menge zu. Das „alte Leben“ wird wieder Fahrt aufnehmen. Ein „Wiedersehen“ ist das Konzert nach den Monaten und Jahren der Distanz. Gabalier wollte mit einem „gelungenen Freudenfeuer alter Lieder und ein paar neuer“ feiern, was ihm bisweilen auch gelang.

Gabalier erklärte auch, dass mit Corona einige Reihen vor der Seebühne leer blieben: “Es scheint, dass diese Corona-Zahlen wirklich so sind, dass die Leute zu Hause bleiben.” . Inhaltlich wäre etwas mehr Abwechslung schön gewesen.

Gabalier sorgte mit “Volks Rock’n’Roller”, “I sing a Liad für di” und “Hulapalu” für Stimmung. Aus dem neuen Album waren „Bügel dein Dirndl gscheit auf“, „Südtirol“ und „The Ram Sam Song“, eine beliebte Version des Kinderlieds „A Ram Sam Sam“, zu hören. Er verstummte kurz vor Beendigung von „Amoi seg ma uns wieder“, das er mit einem Lichtermeer und Cello-Begleitung zu spielen wusste. Unmittelbar danach kehrte er mit „Jedes Mal und jeder Held hat seine Wunden“ in typischer Gabalier-Manier ins Finale zurück.

Für die Fans lieferte der Musiker auf der Seebühne eine gelungene Show ab. Er selbst war voll in seinem Element. Endlich kehrt er auf die Bühne zurück, er will nicht so schnell runter: „Wir sehen uns wieder.“

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