Neben Goldschmuck und Sekt glänzen derzeit mehrere Nasenringe und gefärbte Haare in der Mitte von Westerland. Eine Gruppe Punks hat es sich auf Sylt gemütlich gemacht.
Mit der Einführung des 9-Euro-Tickets ist die traditionell hohe Zahl an Touristen auf der Insel zu Pfingsten noch einmal gestiegen. Besondere Aufmerksamkeit gilt derzeit jedoch den 50 bis 90 Punks, die in der Fußgängerzone campen.
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In den sozialen Medien kursieren Fotos von Menschen, die zwischen Rucksäcken auf dem Boden sitzen und Bier- oder Schnapsdosen in der Hand halten.
Am Sonntagmorgen sprach die Polizei von einer normalen Einsatzsituation, wie man sie an einem Samstagabend im Sommer hat. Es waren etwa 20 Einsätze, die meisten davon unspektakulär. Es war meistens betrunken auf der Straße oder zu laute Musik, und einige Leute in den Dünen.
Unterdessen wurde ein Interview mit zwei der Punks zum Online-Hit. Auf die Frage, was ihn hierher geführt habe, antwortete ein Mann mit gepiercter Lippe: „Randale. Um ehrlich zu sein, Tage des Chaos.“ Er solle “größer als Woodstock hier” sein, sagte man ihm, aber zurück will er nicht: “Das ist nicht meine Insel.”
Bierdusche, Wasserdusche, egal. Das Wichtigste ist, Spaß zu haben Foto: REUTERS / Fabian Bimmer
In den letzten Tagen wurde in den sozialen Medien in der Debatte um den 9-Euro-Schein viel über Sylt geredet. Die Sylter Punks seien aber nicht schuld an den viel diskutierten überfüllten Bahnstrecken, sagte Grünen-Vizevorsitzender Andreas Audretsch auf Twitter.
Die Punks nahmen das „Willkommen“ von Edeka wörtlich. Bild: REUTERS / Fabian Bimmer
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Der befragte Punk habe es übrigens in den drei Tagen nicht gesehen, sagt er.
„Ich habe einmal geschaut, bin aber nicht einmal an den Strand gegangen. Ich glaube, ich kann das auch nicht mehr. Wer geht ans Meer, wenn man auch auf Sylt sein kann?“ (TL)