DAX bleibt unter 14.000 Swing Exchange

Marktbericht

Stand: 25.05.2022 16:12

Seit Wochenbeginn folgt der DAX einem klassischen Zickzackkurs. Im Laufe der Woche wird es sich etwas erholen, aber das Gesamtbild ist immer noch schwach.

Es brauchte einen Schub von der Wall Street, um den deutschen Aktienmarkt auf fast 14.000 zu erholen. Aktuell notiert der DAX ein halbes Prozent höher, nachdem er zwischenzeitlich rund ein Prozent verloren hat.

Stressfaktoren sind bekannt. Die Sorgen der Anleger kreisen um den Krieg in der Ukraine, die hohe Inflation und die Gefahr eines weiteren Einbruchs der Weltwirtschaft.

Die New Yorker Aktienmärkte eröffneten mit leicht positiven Vorzeichen, nachdem es vor dem Markt wirklich nach Verlusten aussah. Um 20 Uhr wird es wohl etwas mehr Klarheit über den Leitzins der US-Notenbank geben. Marktbeobachter warten gespannt auf die Veröffentlichung des Fed-Protokolls der letzten Sitzung.

Deutschland droht Stagnation

Nach Angaben des DIW-Instituts in Berlin bremsen der Krieg in der Ukraine und die Pandemie-Lage in China die deutsche Wirtschaft. „Die deutsche Wirtschaft hält sich angesichts des schwierigen Umfelds weiterhin gut. Allerdings dürfte das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal vorübergehend etwas schrumpfen“, sagte DIW-Experte Guido Baldi. Nur dank verstärkter Investitionen ist die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal leicht gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Vergleich zum Vorquartal um 0,2 %.

Wirtschaftsupdate vom 25.05.2022

Stefan Wolff, Personal, 25.5.2022 · 09:47

“Verbraucherstimmung auf historischem Tiefstand”

Angesichts des Krieges in der Ukraine und der hohen Inflation ist die Ausgabebereitschaft der Deutschen weiter gesunken. Das GfK-Marktforschungsbarometer in Nürnberg weist nur einen kleinen Anstieg von 0,6 Punkten auf 26,0 Punkte weniger aus. „Damit hat sich das Konsumklima leicht verbessert, aber die Konsumstimmung ist immer noch auf einem historischen Tief“, sagt GfK-Experte Rolf Bürkl.

Euro laut Notenbankaussagen unter Druck

Die einheitliche europäische Währung erlitt aufgrund von Äußerungen des Mitglieds der finnischen Zentralbank (EZB), Olli Rehn, einen großen Dämpfer. Bis zum Nachmittag sank der Euro fast kontinuierlich. Rehn hat sich bei der für Juli geplanten Zinswende für eine leichte Zinserhöhung ausgesprochen. Der Einlagensatz soll laut Rehn um 0,25 Prozentpunkte auf 0,25 % weniger angehoben werden. Für Fremdwährungsinvestoren scheint dies nicht auszureichen, um den Euro gegenüber dem Dollar zu stärken.

Twitter-Aktionäre vor einer wichtigen Entscheidung

Börsenmakler sind besonders gespannt auf die Twitter-Hauptversammlung, die um 19 Uhr in San Francisco beginnt. Die Aktionäre werden voraussichtlich entscheiden, ob sie das öffentliche Übernahmeangebot für den Technologie-Milliardär Elon Musk annehmen. Die angebotene Hin- und Rückfahrt hatte das Kontingent zuletzt deutlich aufgestockt.

Aroundtown steigert den Umsatz

Der Immobilienkonzern Aroundtown steigerte seinen Gewinn im ersten Quartal von 275 auf 394 Millionen Euro. Das Working Capital (FFO 1), eine wichtige Ergebniskennzahl, stieg von 86,6 Millionen Euro auf 89 Millionen Euro. Für das laufende Jahr strebt das MDAX-Unternehmen eine Dividende von 23 bis 25 Cent je Aktie an.

Die Gewinnmitteilung lässt die Nordex-Aktie fallen

Die negativen Vorzeichen der Nordex-Aktie werden immer größer, sie verliert jetzt etwa 20 Prozent. Unsicherheiten über den Krieg in der Ukraine und anhaltende Lieferkettenprobleme in China haben den Windturbinenhersteller gezwungen, seine Jahresziele zu korrigieren. 2022 sind bestenfalls schwarze Zahlen zu erreichen. Das Unternehmen rechnet derzeit mit einem operativen Verlust für das laufende Jahr.

Investoren bereit, Aareal zu erwerben

Die Finanzinvestoren Advent, Centerbridge und der staatliche kanadische Pensionsfonds CPPIB haben beim geplanten Übernahmeangebot der Aareal Bank eine große Hürde genommen. Sie sammelten, wie heute bekannt gegeben wurde, mehr als 60 Prozent der Aktien ein. „Wir freuen uns über den Erfolg des Übernahmeangebots, das die langfristige Entwicklung und Position der Aareal Bank als führendes Unternehmen in ihrer Branche stärken wird“, sagte Ranjan Sen, geschäftsführender Gesellschafter von Advent. Investoren hatten den Vollzug ihres Angebots unter anderem an die Bedingung geknüpft, dass sie mindestens 60 Prozent der Anteile des Geldhauses einsammeln.

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