Der frühere Ultra Bernstein ist nun der neue Präsident der Hertha

Aktualisiert am 26.06.2022 15:04

  • Kay Bernstein ist der neue Präsident von Hertha BSC.
  • Die meisten Mitglieder des Hauptstadtklubs gaben dem 41-Jährigen ihre Stimme, und so wagten sie eine kleine Revolution.
  • Bernstein setzte sich gegen den Wunschkandidaten des Aufsichtsrats durch.

Weitere aktuelle News rund um die Bundesliga finden Sie hier

An der Spitze von Hertha BSC steht nun ein ehemaliger Ultra als Präsident. Clubmitglieder in der Hauptstadt wagten am Sonntag eine kleine Revolution und entschieden sich für Kommunikationsmanager Kay Bernstein. Der 41-Jährige erhielt 1.670 der 3.016 gültigen Stimmen und setzte sich gegen den Wunschkandidaten des Aufsichtsrats und CDU-Bundestagsabgeordneten Frank Steffel sowie den frechen Außenseiter Marvin Brumme durch.

„Unsere alte Frau liegt auf der Intensivstation. Wir können sie jetzt ganzheitlich von innen heraus heilen und gesund machen“, sagte Bernstein nach seiner Wahl im City Cube auf dem Berliner Messegelände. Bei der Ankündigung brach großer Applaus aus. „Wir brauchen einen ehrlichen und echten Neustart“, hatte er zuvor gesagt. Nach Bernsteins Rede gab es langen Applaus und stehende Ovationen.

Die Wahlen wurden mit Spannung erwartet

Die Wahl war nach 14 Jahren unter Werner Gegenbauer mit Spannung erwartet worden. Es ist ein Sieg für die aktive Fanszene und eine herbe Niederlage für die Mannschaft des Vereins. Bernstein war einst Leadsänger der Osttribüne des Fußball-Bundesligisten und engagiert sich noch heute für die sozialen Projekte der Fans. Erfahrung an der Spitze eines Bundesligisten oder als Funktionär hat er nicht.

Bernstein sagte, er könne es nicht alleine schaffen. Er will eine Mannschaft aufbauen, er braucht einen Waffenstillstand mit allen im und um den Verein, zu denen auch Investor Lars Windhorst gehörte.

Die Berliner haben turbulente Monate hinter sich. Erst in der Relegation schafften die Berliner mit Felix Magath Ende Mai den Bundesliga-Verbleib. Nur einen Tag später trat der umstrittene Präsident Werner Gegenbauer nach 14 Jahren im Amt zurück. Hertha steckt mitten in einem massiven Personalwechsel, doch die meisten Schlüsselpositionen sind bereits besetzt. ©dpa

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *