Nach 17 Monaten Regierungsreform unter Mario Draghi befindet sich Italien erneut im politischen Chaos. Schlechte Nachrichten für andere Mitglieder der Eurozone.
Als Mario Draghi am Donnerstagmorgen Italiens Präsident Sergio Mattarella seinen Rücktritt als Ministerpräsident anbot, war seine Regierung 524 Tage im Amt. Damit wird es nun Ende September Neuwahlen geben, vor dem nächsten regulären Wahltermin im Frühjahr 2023. Draghis Regierung hielt sich allerdings überdurchschnittlich lange. Seit seiner Wiederherstellung als italienische Republik im Jahr 1946 hat das Land bisher 67 Regierungen verbraucht. Und das in 76 Jahren. Im Durchschnitt dauerte eine Regierung in Italien 414 Tage.
Damit befindet sich Italien wieder dort, wo es in den letzten Jahrzehnten immer war: im politischen Chaos, in dem eine zersplitterte Parteienlandschaft dazu führt, dass es keine klaren Mehrheiten gibt und somit regelmäßig große Allianzen von ideologisch sehr unterschiedlichen Akteuren integriert werden, die oft zum Scheitern verurteilt sind Versagen. wieder kurz nach dem Fluchen. Auch wenn es von einem überparteilichen und international anerkannten Experten wie dem ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, geleitet wird.