Der Nationalrat bereitet sich auf die Gaskrise vor

Am zweiten und letzten Tag der Plenarwoche hat der Nationalrat ein umfangreiches Arbeitsprogramm. Unter anderem werden Schritte unternommen, um die Unabhängigkeit von russischem Gas zu erhöhen.

Es gibt auch neue Regeln für die Coronavirus-Isolation und die Kontaktüberwachung. Die neue Themenverteilung wird abschließend in den Ressorts festgelegt. Gast der Fragestunde zu Beginn der Sitzung war Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP).

Als Reaktion auf die Gaskrise infolge der russischen Aggression in der Ukraine müssen alle Speicher in Österreich an das österreichische Gasleitungsnetz angeschlossen werden. Der Standort Haidach wird gezielt anvisiert.

100 Millionen Euro müssen den Unternehmen in den Jahren 2022 bis 2025 zur Verfügung gestellt werden, um die Mehrkosten des russischen Erdgasausstiegs auszugleichen.

Reorganisation der Ministerien

Das Ministeriumsgesetz ordnet die Befugnisse neu. Zum Beispiel ist das Wirtschaftsministerium Teil des Arbeitsministeriums. Das Landwirtschaftsministerium verliert Tourismus an Arbeit, Telekom an Finanzierung, die auch die Digitalisierung von Unternehmen bekommt, und Zivildienst ans Kanzleramt.

In Bezug auf das Coronavirus kann der Gesundheitsminister in Zukunft allgemeine Verkehrsbeschränkungen (als Alternative zur Isolierung) durch Verordnung erlassen. Künftig sollen Gesundheitsämter in der Lage sein, die Nachverfolgung von Kontakten zu Stoßzeiten zu priorisieren und einzuschränken. Eine Hochschulreform steht ebenfalls noch aus.

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