Der russische Olympia-Torhüter Ivan Fedotov soll sich auf einem Stützpunkt in der Arktis aufhalten. Bild: Tresorschlüssel
04.07.2022, 16:3904.07.2022, 17:58
Einige der Fragezeichen um den russischen Eishockey-Torhüter Ivan Fedotov scheinen aufgelöst. Unterdessen verschwand der Pekinger Olympia-Zweite am Wochenende von der Bildfläche, nachdem er in St. Petersburg wegen angeblicher Kriegsdienstverweigerung festgenommen worden war (Watson berichtete).
Der 25-Jährige hatte kürzlich einen NHL-Vertrag bei den Philadelphia Flyers unterschrieben und hätte in der kommenden Saison gerne erstmals den Sprung nach Nordamerika gewagt. Sieht so aus, als ob es jetzt nicht passiert. Nach Angaben der Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf Informationen russischer Sicherheitsorgane wurde Fedotov unter Strafe auf eine Militärbasis auf der arktischen Insel Nowaja Semlja verlegt.
Der Träger soll derweil einen gesundheitlichen Zusammenbruch erlitten haben und in ein Krankenhaus gebracht worden sein. “Die Militärpolizei ist dort aufgetaucht und hat ihn zum Stützpunkt von Seweromorsk in Nowaja Semlja gebracht”, sagt Fedotow-Agent Alexej Ponomarjew. Weder er noch die Familie des Torhüters hätten die Chance gehabt, mit Fedotov zu sprechen.
Russische Medien berichten über die Geschichte von Ivan Fedotov: Der ehemalige CSKA- und russische Nationalmannschafts-Torhüter wird bis September in einer Ausbildungsstätte der arktischen Marine stationiert und dann bis zu einem Jahr Militärdienst irgendwo eingesetzt. Er wird in der nächsten Saison fehlen.
– Andrew Zadarnowski (@AZadarski) 4. Juli 2022
Wie TSN-Moderator Andrew Zadarnowski nun schreibt, dürfte klar sein, dass Fedotov trotz eines Vertrages bei Philadelphia in der Saison 2022/23 nicht in der NHL spielen wird. Stattdessen müsste er bis September auf der Basis in Seweromorsk stationiert bleiben und dann ein Jahr Militärdienst leisten oder für zwei weitere Jahre beim Militärklub ZSKA Moskau unterschreiben. Typischerweise könnten Spitzensportler den Dienst verschieben, solange sie mit einem Team trainieren. Aber die Behörden waren verärgert über Fedotovs geplanten Abschied von ZSKA Moskau. (Abo)
Weitere Informationen zum Krieg in der Ukraine:
Ukrainekrieg: Ein Überblick über die Akteure
1/14
Ukrainekrieg: Ein Überblick über die Akteure
Das Video zeigt, wie Russland ganze Städte verwüstet
Das könnte Sie auch interessieren:
4. Juli 2004: Auf völlig überraschende Art und Weise ins Finale vorgedrungen, steht Griechenland als frecher Ausländer gegen Portugal am Ende der Eurocopa. Aber „Rehakles“ und ihre eingemauerten Griechen reichen aus, um mit einem Kopfball von Angelos Charisteas für Furore zu sorgen.
Wirklich revolutionär ist die Taktik von Otto Rehhagel nicht. Der deutsche Trainer startet mit einer ultra-defensiven Einstellung in das EM-Abenteuer in Portugal. In der Gruppe mit den Gastgebern Spanien und Russland haben die Griechen ohnehin wenig Ansehen. Das ändert sich mit dem überwältigenden 1:0-Erfolg gegen Portugal im Hinspiel.