Der SPD-Chef denkt über Fahrverbot und Tempolimit nach

Als Maßnahme gegen hohe Benzinpreise könnte es wieder Sonntage ohne Autos geben. SPD-Chefin Saskia Esken will das nicht ausschließen. Von der FDP kommt die Forderung, den Mineralölkonzernen Bericht zu erstatten.

SPD-Chefin Saskia Esken schließt bei anhaltend hohen Benzinpreisen ein Tempolimit und vorübergehende Fahrverbote nicht aus. Im Berliner „Tagesspiegel“ verwies er auf das Energiesicherungsgesetz von 1975, das als Reaktion auf die Ölkrise verabschiedet und kürzlich von der Koalition novelliert wurde.

„Es erlaubt der Regierung, vorübergehende Maßnahmen wie Fahrverbote an Sonntagen – die Älteren erinnern sich – oder eine vorübergehende Geschwindigkeitsbegrenzung anzuordnen“, sagte Esken der Zeitung. „Aber auch Preisobergrenzen oder im Extremfall eine zeitlich befristete Vormundschaft für Unternehmen in kritischen Infrastrukturen der Energieversorgung.“

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Einfügung

Der SPD-Vorsitzende hat kritisiert, dass die von der FDP durchgesetzte Steuergutschrift für Benzin und Diesel den Steuerzahler rund drei Milliarden Euro koste, die Autofahrer aber offensichtlich nicht voll treffe. “Dass die Mineralölkonzerne diese Preissenkung jetzt nicht komplett auf die Verbraucher übertragen, ist stinksauer.” Das Kartellamt muss eingreifen.

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