Eine der beliebtesten Modeketten hat ihren endgültigen Rückzug aus dem deutschen Markt angekündigt. Orsay wird nach längerer Krise hierzulande bald alle Büros schließen.
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Nach Esprit, Karstadt Kaufhof Gallery und Sinn musste der nächste Modegigant des Landes ein Schutzschirmverfahren durchlaufen: Orsay-Chef Sascha Bopp bestätigte Ende 2021 die Verfahrenseröffnung. Aufgrund der drohenden Insolvenz im ersten Quartal des kommenden Jahres sah sich der Konzern zu diesem Schritt gezwungen.
Kurz darauf informierte die Geschäftsführung die Mitarbeiter der Büros und der Zentrale über den Umzug. In Deutschland gibt es insgesamt 197 der weltweit 708 Niederlassungen mit rund 1.200 Mitarbeitern. Insgesamt kommen rund 40 Prozent des Umsatzes der Modekette von der deutschen GmbH.
Wie der Konzern nun in der Textilbranche bestätigt hat, ist das endgültige Aus für Orsay in Deutschland besiegelt. Bis Ende Juni werden alle Filialen in Deutschland geschlossen. Dadurch verlieren alle Mitarbeiter ihre Stelle.
Orsay in der Krise: Alle Mietverträge werden zum 1. Juli gekündigt
Modekette in der Krise: Orsay ist vor allem auf Damenmode zu günstigeren Preisen spezialisiert.
Alexander Pohl / imago images
Bereits im März war bekannt geworden, dass Orsay alle Mietverträge an seinen Standorten in Deutschland zum 1. Juli kündigen wird. „Die Fortführung der Schreibwarengeschäfte in Deutschland ist bis heute offen“, teilte das Unternehmen damals mit.
Aufgrund der Insolvenz des Konzerns wird noch einige Monate nach einem neuen Betreiber für die Modekette gesucht. Offenbar waren sie hier jedoch nicht erfolgreich.
Als Hauptgründe für die Insolvenz nennt Orsay wenig überraschend die Folgen des Kronenschlosses und der Bundesnotbremse. Auch Logistik- und Materialpreise sind in letzter Zeit gestiegen.
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