Kabul/Wien – Am 15. August 2021 übernahmen die Taliban den Präsidentenpalast in Kabul und damit de facto die Regierung des heiß umkämpften Hindukusch-Staates. Danach hieß es warten, vor allem im Außenministerium in Wien. Minister Alexander Schallenberg sagte Ende August in einem Interview auf “ZiB 2”, radikale Islamisten sollten “an ihren Taten gemessen” werden. Später wiederholte er die Aussage, fügte aber hinzu, dass es bei der ersten Weggabelung zu seiner neuen Regierung wahrscheinlicher sei, dass die Taliban „in die falsche Richtung gedreht“ hätten. Auch anderswo im Westen wurden die ersten Monate der neuen afghanischen Regierung von Beobachtern intensiver verfolgt. Mittlerweile, ein Jahr später, kann eine Bilanz der wichtigsten Themen gezogen werden.