Die Wiener SPÖ kommt nach Corona wieder zusammen

Der Parteitag wurde bereits zweimal verschoben. Nun soll es also mit Crown-Sicherheitsmaßnahmen stattfinden. Nur geimpfte, genesene oder PCR-getestete Personen dürfen eintreten. 1.000 Delegierte aus allen Bereichen der Partei werden erwartet.

Michael Ludwig wurde wiedergewählt

Zu Beginn werden Bundesparteivorsitzende Pamela Rendi-Wagner und Wiens Parteivorsitzender Michael Ludwig Reden halten. Danach werden die Wiener Gremien neu gewählt, die auch den Präsidenten der Wiener Partei wählen. Einziger Kandidat dafür ist Michael Ludwig.

APA/MICHAEL GRUBER SPÖ-Chef Ludwig und Rendi-Wagner

Bleibt also nur noch die Frage, wie weit die Zustimmung gehen wird. In den Umfragen schneidet die Wiener SPÖ jedenfalls gut ab. Einige in der Partei glauben sogar, dass es bei der Wahl 2025 wieder eine einzige SPÖ-Regierung unter Führung von Michael Ludwig geben könnte.

Weniger Parteitage, neues Gremium

Es wird eine Abstimmung über ziemlich massive Änderungen geben. Deshalb soll es statt jedes Jahr alle zwei Jahre einen Parteitag geben. Dies hat in einigen Abschnitten bereits zu großem Unbehagen geführt. Nicht alle sind darüber glücklich. Ottakring zum Beispiel soll gegen Veränderungen sein. Deshalb nehmen Parteimitglieder längere Diskussionen auf sich. Am Ende wird aber wohl eine Zweidrittelmehrheit für die Änderung nötig sein.

Neu hinzugekommen ist die Wiener Konferenz, auf der aktuelle politische Themen in kleinerem Rahmen diskutiert werden sollen. In den kleineren Sektionen besteht die Angst zu fallen, um bei den Entscheidungen der Partei mitreden zu können.

Wenn der Antrag durchgeht, wird sich die Wiener SPÖ nur noch alle zwei Jahre treffen, um ihre höchsten Gremien zu wählen. Auch das soll Geld sparen. Denn ein großer Parteitag kostet auch Geld.

Leitung des Tunnelvorschlags Lobau

Auch die Umgehungsstraße um Wien, umgangssprachlich Lobautunnel genannt, wird ein Thema sein. Eine schnelle Umsetzung ist erforderlich. Dem Antrag wird wahrscheinlich stattgegeben. Kritik daran kommt einmal mehr von einer Gruppe der SPÖ Alsergrund, die in Verkehrsfragen oft uneins ist, und Teilen der Jugendpartei Junge Generation (JG). Dies ist nicht verwunderlich, da zwischen dem Präsidenten der JG und einem der Sprecher der Hausbesetzer eine persönliche Verbindung zum Bau der Stadtstraße und der Lobau besteht.

Und genau das wollen sie tun, um den Parteitag mit einer Demonstration zu unterbrechen. Vor der Messe wird es jedoch keine Kundgebung geben. Die SPÖ hat bereits Platz für eine Veranstaltung angemeldet. Gegner von Straßenprojekten wollen immer noch protestieren, nur für eine andere Trasse.

Sie werden wahrscheinlich nicht im selben Raum gehört werden. Parteimitglieder sind zuversichtlich, dass die meisten Delegierten für den Bau des Lobau-Tunnels sind. Vor allem die in den größeren Stadtteilen wie Donaustadt.

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