Gameboy-Klassiker werden mit Analogue Pocket wieder zum Leben erweckt.
Analoges Betriebssystem
Mit dem „Analogue Pocket“ erstrahlen die alten Gameboy-Spiele dank moderner Technik in neuem Glanz. Ich habe den kleinen Laptop getestet und mit meiner Gameboy-Sammlung gespielt.
Ich liebe Retro-Spiele. Der gute alte Gameboy war in den Neunzigern mein ständiger Begleiter. Ich habe tausendmal Spiele wie „Super Mario Land“, „Wario Land“ und „Pokémon“ gespielt. Ich habe auch unzählige Stunden mit den beiden Nachfolgern des Gameboys, Gameboy Color und Gameboy Advance, verbracht und im Laufe der Jahre eine beeindruckende Sammlung von Spielen erstellt.
Ich habe diese Spielesammlung immer noch in meinem Haus. Ich habe meine alten Gameboys auch nicht verkauft oder verschenkt, aber ich habe in den letzten Jahren nie damit gespielt. Die Inbetriebnahme der alten Spielgeräte stelle ich mir zu umständlich und umständlich vor. Leere Akkus, kleine Bildschirme und vor allem die fehlende Hintergrundbeleuchtung haben mich von einer nostalgischen Reise in mein vergangenes Spiel abgehalten.
Hier kann die „analoge Tasche“ Abhilfe schaffen. Es wurde für faule Retro-Liebhaber entwickelt, die zu den Pixel-Abenteuern der alten Schule zurückkehren möchten, aber nicht die alte, umständliche Hardware von gestern wollen. Nahezu alle Gameboy-, Gameboy Color- und Gameboy Advance-Spiele können mit moderner Hardware auf Ihrem Gerät gespielt werden.
Retro-Spiele können so schön sein
Das Highlight des „Analog Pocket“ ist zweifelsohne der helle, hochauflösende Bildschirm. Der 3,5 Zoll große LCD-Bildschirm hat eine Auflösung von 1600 mal 1440 Pixel und damit eine deutlich höhere Pixeldichte als heutige Smartphones. In der Praxis bedeutet dies, dass einzelne Pixel selbst aus sehr kurzer Entfernung mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind.
Der ursprüngliche Gameboy von 1989 hatte übrigens eine Bildschirmdiagonale von 2,6 Zoll und eine Auflösung von nur 160 mal 144 Pixel. Die niedrig auflösenden Pixelgrafiken von Gameboy-Spielen sehen auf dem 10-fach höher auflösenden „Analogue Pocket“-Bildschirm unglaublich scharf aus; manchmal scheint es aufgrund der hohen Pixeldichte auf einem Stück Papier zu spielen.
Meine Sammlung von Gameboy Color- und Gameboy Advance-Spielen sieht auf dem hervorragenden Bildschirm auch großartig aus. Vor allem die farbenfrohen und grafisch etwas aufwändigeren Gameboy Advance-Spiele profitieren von den kräftigen Farben und satten Schwarzwerten, die der kontrastreiche „analoge“ Bildschirm darstellen kann.
Kritisieren muss ich aber trotzdem den Bildschirm. Der Bildschirm lässt sich sehr hell, aber leider nicht zu dunkel aufstellen. Wer wie ich vor dem Einschlafen gerne im Bett spielt, sollte sich auf ein etwas zu helles und damit ungemütliches nächtliches Spielerlebnis einstellen.
Mehr Retro-Spiele? Kein Problem
Neben den Gameboy-Spielen schluckt der „Analogue Pocket“ auch die Cartridges „Game Gear“, „Neo Geo Pocket“ und „Atary Lynx“. Allerdings werden für diese Retro-Systeme separat erhältliche Tonabnehmeradapter benötigt, die ich zum Testen nicht zur Verfügung hatte.
Das Spielen alter Spiele funktioniert übrigens nicht durch Emulieren von Software, sondern durch Verwendung spezieller “FPGA” (oder: Field-Programmable Gate Array) Chips, die im “Analogue Pocket” verbaut werden. Diese Chips ahmen alte Laptops auf Hardware-Ebene nach und täuschen Spieler vor, sie würden mit der Originalhardware spielen. Dieser Ansatz stellt sicher, dass alle Spiele genau so funktionieren, wie sie auf den Originalgeräten ausgeführt worden wären.
Doch es gibt einen entscheidenden Unterschied: Im Gegensatz zur alten Retro-Hardware lassen sich alle „Analogue Pocket“-Spiele mit der praktischen „Sleep & Wake“-Funktion jederzeit stoppen und zwischenspeichern. Mit dieser Standby-Funktion können Sie sogar Spiele mit begrenzten oder seltenen Speicherressourcen genießen.
Wenn Sie Ihre Retro-Spiele lieber in längeren Sitzungen auf einem größeren Bildschirm spielen möchten, können Sie Ihr Gerät auch über ein HDMI-Kabel mit einer separat erhältlichen Dockingstation auf einem 1080p-Fernseher genießen. Da mich die Dockingstation leider noch nicht erreicht hat, konnte ich diese Funktion des Gerätes noch nicht testen.
Spannende Zusatzfunktionen
Neben den Spielfeatures bietet das „Analog Pocket“ noch ein paar Tricks mehr für besonders kreative Gamer.
Mit „Nanoloop“ ist eine kleine Musik-App vorinstalliert, mit der sich elektronische Musik komponieren lässt, und das Gerät unterstützt die Game-Engine „GB Studio“ für Einsteiger, mit der sich Gameboy-Spiele ganz einfach auf dem Computer programmieren lassen. Ihre eigenen Spielkreationen (und herunterladbare Spiele anderer Leute) können importiert und in “Analogue Pocket” gespielt werden.
Das Unternehmen verspricht außerdem, die Betriebssoftware „Analogue OS“ im Juli um weitere coole Features wie Screenshots, Game-Tracker und ein ausführliches Retro-Game-Archiv zu erweitern.
Warum nur spielen, wenn man mit “GB Studio” auch programmieren kann?
Analoges Betriebssystem
Capture-Hardware der Sache
Da sind zum einen die flauschigen, ungenauen Schultertasten, die meistens in Gameboy Advance-Spielen zum Einsatz kommen. Im Gegensatz zu den vier Knöpfen auf der Vorderseite des Geräts haben die Knöpfe an den Schultern einen seltsamen Druckpunkt und ich war mir in vielen Situationen nicht sicher, ob ich sie schon gedrückt hatte oder ob ich sie noch fester drücken musste.
Auch die Lautstärketasten auf der linken Geräteseite sind suboptimal. Sie sind in einer ungünstigen Position, sie sind zu klein und sie sind zu stark. Unzählige Male habe ich den Netzschalter anstelle der Lautstärketasten gedrückt oder die Lautstärke erhöht, anstatt sie zu verringern. Ziemlich nervig.
Fast noch ärgerlicher ist die Art und Weise, wie die Patronen auf dem Gerät sitzen. Vor allem größere Gameboy-Cartridges lassen sich einfach mit einem Finger aus dem Schacht der zu großen Cartridge entnehmen. Während meiner Tests habe ich beim Spielen versehentlich mit dem Zeigefinger eine Patrone aus dem Schacht gezogen. Glücklicherweise endete dieser unglückliche Vorfall.
Trotz der kleinen Hardwareprobleme bin ich mit dem Gerät im Allgemeinen sehr zufrieden. Das Spielen von Old-Hand-Spielen war noch nie so einfach oder kompliziert. Und die schönen Pixelgrafiken haben noch nie so hübsch und scharf ausgesehen. Wer voll und ganz in die Welt des Retro-Gaming eintauchen und das Gaming möglichst authentisch erleben möchte, findet derzeit wohl kein besseres und hochwertigeres Gerät als „Analogue Pocket“.
Wer sich den futuristischen Gameboy selbst kaufen möchte, muss sich noch etwas gedulden. Der aktuelle Liefertermin des Handhelds liegt bei ca. 2023. Das Gerät kann direkt auf der Website des Herstellers zum stolzen Preis von 220 US-Dollar bestellt werden.