von. – 27.05.2022 16:58 (27.05.2022 19:12)
Eine Frau soll ihren Partner in Wien erstochen haben. © APA / STEFAN SOMWEBER (Symbolbild)
Eine Frau (30 Jahre alt) ist am Freitag in Szolnok (Ungarn) wegen Mordes zu 17 Jahren Haft verurteilt worden. 2019 soll er seine Partnerin in Wien erstochen haben. Berufung wurde bereits eingelegt, die 17 Jahre Haft in erster Instanz stehen nicht fest.
Der Angeklagte gab die Tat zu, verwies aber auf „Notwehr“. Gemeinsam mit ihrem Verteidiger legte die Ungarin Berufung ein. In zweiter Instanz wird der Fall in Szeged verhandelt.
Die Mutter der Hauptverdächtigen wurde wegen Beihilfe zu zwei Jahren Haft mit vierjähriger Bewährungsstrafe verurteilt. Ihr Satz ist jetzt endgültig.
Die Angeklagte arbeitete als Prostituierte in Wien
Die Angeklagte hatte als Prostituierte in Wien gearbeitet und das spätere Opfer, den Sohn einer tunesischen Arztfamilie, kennengelernt. Der 32-jährige Mann wurde vermutlich von dem damals 27-Jährigen im Zuge eines Streits in der gemeinsamen Wohnung mit mehreren Messerstichen getötet und anschließend zerstückelt. Die Leiche wurde in Koffern mit einem Mietwagen nach Ungarn gebracht.
Es wird gesagt, dass Frauen Säure auf Teile des Körpers gegossen haben
Die Angeklagte hatte sich zuvor ihrer Mutter anvertraut. Die beiden Frauen sollen Säure auf Körperteile verschüttet und diese in Müllsäcken in einem Bewässerungskanal im ungarischen Jászalsószentgyörgy, rund 350 Kilometer von Wien entfernt, deponiert haben. Die Teenager entdeckten die Müllsäcke jedoch etwa einen Monat später.