Einigung des US-Senats zur Reform des Waffenrechts

Aktualisiert am 06.12.2022 um 19:22 Uhr

  • Republikaner und Demokraten haben sich auf einen Vorschlag zur Reform des Waffenrechts in den USA geeinigt.
  • Die Änderungen sind geringfügig, Sturmgewehre sollen nicht verboten werden.
  • Präsident Biden lobte die Einigung als Schritt in die richtige Richtung.

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Knapp drei Wochen nach dem Massaker an einer Grundschule in Texas hat sich eine überparteiliche Gruppe im US-Senat auf Vorschläge zum besseren Schutz vor bewaffneter Gewalt geeinigt.

Dazu gehört unter anderem eine intensivere Erkennung potenzieller Waffenkäufer unter 21 Jahren, wie die Mehrheit der demokratischen Führer im US-Senat, Chuck Schumer, am Sonntag mitteilte. Das von US-Präsident Joe Biden und anderen Demokraten geforderte Verbot von Sturmgewehren ist unvorhergesehen. Biden sagte, die Vorschläge beinhalten nicht alle Maßnahmen, die er für notwendig hält, seien aber ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Republikaner sagen, dass Waffenangriffe aufgrund der Zunahme von Geisteskrankheiten zunehmen

Schumers Erklärung besagt, dass die Vorschläge auch darauf abzielen, staatliche Gesetze auszudehnen, die die Beschlagnahme von Waffen auf potenziell gefährliche Personen ermöglichen. Der illegale Waffenhandel soll auf Bundesebene geahndet werden.

Außerdem solle die „psychische Gesundheitskrise unserer Nation“ angegangen werden. Insbesondere die Republikaner argumentieren, dass die Zunahme von Waffenangriffen auf eine Zunahme von Geisteskrankheiten zurückzuführen sei, nicht auf die Verfügbarkeit von Waffen in den Vereinigten Staaten.

Am 24. Mai hat ein 18-jähriger Mann in einer Grundschule in der Kleinstadt Uvalde im US-Bundesstaat Texas 19 Kinder und zwei Lehrer mit einem Sturmgewehr erschossen. Biden kritisierte später, dass die Republikaner im Senat jede Verschärfung der Waffengesetze “skrupellos” blockierten. Vor wenigen Tagen hat das US-Repräsentantenhaus für einen Gesetzentwurf gestimmt, der die Altersgrenze für den Kauf von Sturmgewehren von 18 auf 21 Jahre anheben soll. Der Vorschlag der zehn demokratischen und republikanischen Senatoren an diesem Sonntag hinkt weit hinterher.

US-Präsident Biden fordert eine rasche Verabschiedung des Gesetzes

„Heute kündigen wir einen vernünftigen, überparteilichen Vorschlag an, um amerikanische Kinder zu schützen, unsere Schulen sicher zu halten und die Bedrohung durch Gewalt im ganzen Land zu verringern“, sagten die 20 Senatoren in einer gemeinsamen Erklärung. Der Plan wird Leben retten und gleichzeitig die verfassungsmäßigen Rechte gesetzestreuer Amerikaner schützen.

Biden forderte den Senat auf, schnell ein entsprechendes Gesetz zu verabschieden. Danach müsste das Repräsentantenhaus das Gesetz verabschieden und Biden müsste es unterschreiben. Am Samstag demonstrierten viele Menschen in Washington und anderen US-Städten für strengere Waffengesetze. (mt/dpa)

Aktualisiert am 12.06.2022 um 11:36 Uhr

Nach Angaben der Organisatoren des “March for Our Lives” nahmen am Samstag rund 40.000 Menschen an einer zentralen Kundgebung in der US-Hauptstadt Washington teil. (Bildnachweis: imago / NurPhoto / Allison Bailey)

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