Eröffnungsreden zwischen dem Ukrainekrieg und der Pandemie

Es ist ein Kriegsfest, entsprechend angespannt ist die Stimmung. Um 11 Uhr eröffnen die Salzburger Festspiele: Vor allem die Eröffnungsrede von Ilija Trojanow wird wohl nicht ohne Kritik bleiben. Zumal der nicht ganz so umstrittene griechisch-russische Dirigent Teodor Currentzis die Uraufführung der Oper in Salzburg dirigiert.

Eröffnet werden die Festspiele vom Mozarteumorchester Salzburg in der Felsenreitschule: mit der österreichischen Nationalhymne. Bundespräsident Alexander van der Bellen ist ebenfalls anwesend und wird das Publikum begrüßen.

„Grüß Gott, meine Damen und Herren“, sagte Festspielpräsidentin Kristina Hammer zweimal und wartete auf den Applaus. Sie sei die “Neue”, sagte sie: “Das Festival begleitet mich seit meiner Kindheit. (…) Wir können es mit Blick auf den Hintergrund eröffnen, vor dem es stattfindet.” Und so wurde die Corona-Pandemie bewältigt. Hammer sagte auch: “Das gilt auch für den schrecklichen Krieg, der durch nichts zu rechtfertigen ist.” Aber auch Inflation und Belastungen für die Bevölkerung kamen in seiner Rede zur Sprache.

“Können wir bei all diesen Umständen (…) überhaupt feiern?” er stellte die Frage. Ist wildes Klatschen und Jubeln überhaupt angebracht? „Schließlich bin ich heute mehr denn je davon überzeugt, dass wir nicht nur der Kunst Raum geben können. Wir müssen es tun“, sagte sie. Man muss die Kunst sich entfalten lassen.

In der Felsenreitschule sind Bundespräsident Alexander Van der Bellen, sein Vorgänger Heinz Fischer und seine Frau Margit, Vizekanzler Werner Kogler und Arbeitsminister Martin Kocher, der frühere Präsident der Europäischen Kommission José Manuel Barroso, die Festivalleitung Krsitina Hammer, Lukas Crepaz und Markus Hinterhäuser. und das Drama Berühmt als „Jedermann“ und „Paramour“ Lars Eidinger und Verena Altenberger oder Philipp Hochmair.

„Die Salzburger Festspiele sind herausfordernd“, sagte Landeshauptmann Haslauer mit Blick auf Weltkriege, Vietnamkrieg, Überschwemmungen und Elend in dieser Welt: „Die Salzburger Festspiele finden statt, aber (.. .) warum macht uns dieser Verlauf so zu denken ?” Denn Kriege, Hungersnöte und Katastrophen hatte es schon immer gegeben. Haslauers Antwort: „Gibt es einen Platz für Kunstkritik? Wenn es so viel zu berichten gibt über so viel Elend (…)“ Haslauer erklärt über Valerie, ein Mädchen aus der Ukraine: „Sie will den Geschmack nicht verlieren. fürs Leben.”

Die Einweihung wird vom ORF live übertragen.

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