Fall Ott: Spur des “Anschlags” des deutschen Spionagefalls

Der ehemalige BVT-Mann Egisto Ott soll für Russland spioniert haben. Ein Archiv zeigt Verbindungen zu einem der wichtigsten deutschen Spionagefälle gegen Russland: dem Attentatsfall.

In Deutschland und Österreich geht in diesen Tagen der Puls der Forscher nach oben. Denn zwei der vermutlich größten russischen Spionagefälle liegen Jahrzehnte auseinander, sind nun aber durch eine Namensliste verbunden, die viele Fragen aufwirft.

Aigistos Aigistos war der Deckname des ehemaligen Geheimdienstoffiziers Egisto Ott, gegen den derzeit wegen verschiedener Verbrechen ermittelt wird, von Landesverrat über Bestechung und Korruption bis hin zur Unterdrückung von Tests. Seit 2015 wird er der Spionage für Russland verdächtigt. Der US-Geheimdienst CIA gab Österreich damals einen Tipp, weshalb Ott 2017 aus dem Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) ausgewiesen und in die USA versetzt wurde. Aber auch hier heißt es, er habe nicht aufgehört, sich – so glaubt die Staatsanwaltschaft – gegen Geld sensible Personaldaten beschafft zu haben. Unter anderem für den flüchtigen Wirecard-Vorstand Jan Marsalek.

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