Grund genug, zufrieden auf die letzten 30 Jahre Arbeit zurückzublicken. Immerhin haben die Tschechen des VW-Konzerns unter Führung von Egger seit 1992 mehr als 500.000 Autos in Österreich verkauft und einen Marktanteil von über 9 Prozent erreicht.
Egger, der kürzlich für sein lebenslanges Wirken bei Skoda Auto in Mlada Boleslav mit dem „Laurin-und-Klement-Preis“ ausgezeichnet wurde, für seine Motivation, die Importorganisation zu gründen: „Es war besonders reizvoll, etwas ganz Neues zu machen und eine Traditionsmarke komplett neu einzuführen wie Skoda.” Und das trotz einer sehr überschaubaren Marktbewertung auf Basis der beiden Modelle Forman und Favorit, die noch aus der Zeit vor VW stammen.
Überraschend viele Akademiker
Mit der Überholung des Favorite, der 1994 mit VW-Motoren zu Felicia wurde, gewann die Skoda-Einheit in Österreich an Fahrt. Egger erinnert sich an ein Detail aus den Anfangsjahren am Markt, das alle überraschte: „Skoda positionierte sich in der Anfangsphase als Neuwagen-Alternative zum Gebrauchtwagen. Das gefiel zunächst überraschend vielen Akademikern.“
Egger sieht die Einführung des Octavia im Jahr 1996 als Wendepunkt für den nachhaltigen Wandel des Markenimages in Österreich hin zu einem großen Player am Markt. Egger: „Das war der Startschuss für die Wiedergeburt der Marke Skoda.“ Was sich sofort in langen Wartelisten manifestierte. „Das ehrgeizige Ziel war, im ersten vollen Jahr 3.000 Einheiten zu verkaufen, und es ist auf rund 11.000 angewachsen“, erinnert sich Egger an den Hype, der sofort um den Octavia losbrach.