Ferrari dominiert das Training, dem Schumacher im Ofen der F1 folgt
22.07.2022, 18:25
Rot dominiert: Die Ferrari-Piloten Carlos Sainz und Charles Leclerc dominieren das Formel-1-Training vor dem Großen Preis von Frankreich. Bei Lufttemperaturen von knapp über 30 Grad und auf dem glänzend heißen Asphalt über 50 Grad erlebten die deutschen Fahrer eine Enttäuschung.
Auch Formel-1-Weltmeister Max Verstappen bekommt beim heißen Großen Preis von Frankreich starke Konkurrenz von Ferrari. Im Training am späten Nachmittag fuhr der Spanier Carlos Sainz in Le Castellet mit 1:32,527 Minuten die Bestzeit vor Teamkollege Charles Leclerc. Der Monegasse wurde mit 0,101 Sekunden Rückstand Zweiter, Verstappen musste sich mit 0,550 Sekunden Rückstand auf Sainz mit dem dritten Platz begnügen.
Sainz (in Großbritannien) und Leclerc (in Österreich) hatten die letzten beiden WM-Läufe gewonnen. Der niederländische Red-Bull-Star Verstappen hingegen wartet seit mehr als einem Monat auf einen Grand-Prix-Sieg, nachdem er kürzlich den Sprint in Österreich gewonnen hatte. Vor dem 12. von insgesamt 22 Saisonrennen am Sonntag (15 Uhr/Sky) hat Titelverteidiger Verstappen in der Weltcup-Gesamtwertung noch komfortable 38 Punkte Vorsprung auf Leclerc.
Vettel spricht jetzt mit Aston Martin
Bei Lufttemperaturen von knapp über 30 Grad und auf glühendem Asphalt bei über 50 Grad brachte Ex-Weltmeister Sebastian Vettel seinen Aston Martin auf den 13. Platz. Der 35-jährige Hesse verhandelte zuletzt mit seinem britischen Rennstall. und er will auch mindestens 2023 in der Formel 1. “Ich spreche mit dem Team und es gibt eine klare Absicht, weiterzumachen”, sagte Hesse, dessen Vertrag Ende des Jahres ausläuft.
Für Freund Mick Schumacher versucht der Haas-Bolide zum dritten Mal in Folge Meisterschaftspunkte zu holen. Nach den Plätzen acht und sechs ist eine Top-Ten-Platzierung das erklärte Ziel des 23-Jährigen. Der Sohn von Michael Schumacher beendete das Training auf dem 19. Platz und wurde nur Vorletzter. Vettel, Gesamt-14., liegt aktuell nur noch drei Punkte vor Mick Schumacher, der den viermaligen Champion erstmals überholen könnte.
“Ich fühle mich großartig”
Rekordweltmeister Lewis Hamilton bestreitet seinen 300. Grand Prix, der 37-jährige Brite ist der sechste Fahrer, dem diese beeindruckende Zahl gelungen ist. „Mir ist das egal. Ich fühle mich großartig“, sagte der Mercedes-Star, der hart daran arbeitet, wieder an die Spitze zu kommen. Der ehemalige Dominator hat zwölf Rennen Vorsprung auf den Sieg, zeigte zuletzt aber mit drei dritten Plätzen einen Aufwärtstrend.
Nachdem Hamilton das frühe Training ausgesetzt und sein Cockpit an Nyck de Vries aus den Niederlanden abgetreten hatte, wurde Hamilton in der zweiten Session Fünfter und verdrängte knapp den Stallrivalen George Russell, der Vierter wurde. 2018 und 2019 gewann Hamilton Rennen an gleicher Stelle in Südfrankreich und wurde im Vorjahr Zweiter hinter Verstappen.