Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann will im Januar zurücktreten

Peter Feldmann (SPD) wird Anfang nächsten Jahres seinen Vorsitz räumen: Der Frankfurter Oberbürgermeister will im Januar seinen Rücktritt oder den vorzeitigen Ruhestand beantragen.

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) hat am Dienstag seinen Rücktritt Ende Januar 2023 angekündigt. „Ich möchte der Stadt Frankfurt ein qualvolles und kostspieliges Abstimmungsverfahren ersparen und die Gelegenheit nutzen, meine Amtsgeschäfte zu einem ordentlichen Abschluss zu bringen nach mehr als zehn Jahren“, sagte der Frankfurter Oberbürgermeister in einer Mitteilung. Stadt.

Feldmann nennt seine eigenen Erfolge

Feldmanns Sprecher sagte gegenüber hr, der Bürgermeister wolle seinen Rücktritt beantragen. Dann gäbe es zwei Möglichkeiten: Feldmann würde absagen oder vorzeitig in Rente gehen. Römers Regierungskoalition aus Grünen, SPD, FDP und Volt hatte angekündigt, in der kommenden Woche ein Abstimmungsverfahren gegen ihn einzuleiten.

Feldmann appellierte in dem Schreiben vom Dienstag, Beamte und Bürger sollten “die ganz ausgetretenen Schuldpfade und Individualbeschwerden” verlassen. Feldmann wurde immer wieder ungerecht behandelt.

Stand: 05.07.22, 12:27 Uhr

Bei der Rücktrittserklärung betonte er die politischen Errungenschaften, die für ihn eine erfolgreiche Amtszeit darstellen: Feldmann lobte sich selbst, Frankfurt sei mit ihm sozialer, ökologischer und moderner geworden. Er machte auch Politik für diejenigen, die … im Gegensatz zu ihm “nicht im Rampenlicht stehen”.

Wichtig sei nun, dass „bei einer freien Entscheidung die ausgestreckte Hand von beiden Seiten ergriffen wird“, heißt es in der Pressemitteilung. Es bleibt abzuwarten, wie und ob die Frankfurter Parteien dazu noch bereit sind.

Die Liste der Vorwürfe und Kritik wird länger

Der Druck auf Feldmann hatte in den vergangenen Wochen und Monaten zugenommen. Einerseits wird Feldmann wegen der AWO-Thematik kritisiert. Im März erhob die Staatsanwaltschaft Anklage wegen hinreichenden Verdachts der Vorteilsannahme. Das Landgericht hat die Anklage nun zugelassen. Als Leiterin einer AWO-Kita habe Feldmanns Ehefrau „ohne sachlichen Grund“ ein übertarifliches Gehalt bezogen, sagte sie.

Zudem soll die AWO Feldmann im Wahlkampf 2018 durch das Sammeln von Spenden unterstützt haben. Im Gegenzug wolle er die Interessen der AWO Frankfurt „wohlwollend berücksichtigen“. Andererseits hatte der 63-Jährige rund um das Eintracht-Europapokalfinale und die Siegesfeier mehrere Fehltritte begangen und für Irritationen gesorgt. So zeigte ein Video, wie er gegenüber Fluggästen sexistische Äußerungen machte.

Chronologie des Frankfurter Oberbürgermeisters: Feldmanns Fehler, die AWO-Affäre und eine überraschende Wendung

Peter Feldmann will nun für sich selbst den Weg für einen neuen Frankfurter Oberbürgermeister ebnen. Zuletzt hatte er sich diesen Forderungen vehement widersetzt. Eine Chronologie der Ereignisse.

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Ausgabe: hr-iNFO, 5. Juli 2022, 12 Uhr

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Gepostet am 5.7.22 um 10:33 Uhr

Quelle: hessenschau.de, Frank Angermund

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