Frauen rufen zum Frauenstreik auf
Gleicher Lohn, aber unterschiedliches Rentenalter
Bundesweit äußerten Frauen anlässlich ihres Protesttages ihren Unmut darüber, dass sie immer noch weniger verdienen und es zu wenig Schutz vor sexueller Gewalt gibt.
Veröffentlichung: 19:14 Uhr
|
Aktualisiert: 19:15 Uhr
Die Gewerkschaft Unia ist gegen die Anhebung des Rentenalters für Frauen auf 65, aber für gleichen Lohn für gleiche Arbeit. “Immer hässlich!” Sie sind es, denn finanzielle Gleichheit gibt es schon lange.
Die Frauen marschierten am Dienstag quer durch das Land, um den Tag des Frauenprotestes zu markieren. In Lausanne machten Arbeiter mit ihrer schmutzigen Kleidung auf Ungleichheiten aufmerksam. In Solothurn fand ein feministisches Picknick statt. Die Frauen haben auch in Genf, Zürich, Basel, Luzern, La Chaux-de-Fonds NE, Neuchâtel und im Vallée de Joux VD gekämpft.
Geschnitztes Mädchenhaus
Feministinnen zeigten sich sogar “wütend”, dass Opfer sexueller Gewalt – in der Schweiz, im Kriegsgebiet oder auf der Flucht – unzureichend geschützt würden. Es fehlt an Unterkünften für Frauen.
Der Berner Regierungsrat hatte gerade mit faulen Ausreden dem Bieler Mädchenhaus den Riegel vorgeschoben. Angesichts von 1500 Fällen häuslicher Gewalt allein im Kanton Bern im Jahr 2021, darunter ein Mord, ist das mehr als eine Frechheit.
Mehr zum Thema Gleichberechtigung