ÖFB-Frauen schreiben erstmals bei der EM 2022!
Im Auftaktspiel gegen England waren die Österreicher Ausländer, doch im zweiten Gruppenspiel gegen Nordirland waren die Erwartungen anders. Mit einem 2:0-Erfolg in Southampton wurden die ÖFB-Frauen ihrer Favoritenrolle endgültig gerecht (Spielbericht >>>).
Katharina Schiechtl (29.) bringt Österreich zu Beginn der Partie nach einem Freistoß in Führung. Danach dominierten die ÖFB-Frauen lange, doch dem zweiten Tor folgte kurz vor Schluss die eingewechselte Katharina Naschenweng (88.).
LAOLA1 analysiert die Leistungen aller ÖFB-Akteure und verteilt die Noten (1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = befriedigend, 4 = ausreichend, 5 = ungenügend).
Einverstanden oder nicht einverstanden? Bewerten Sie im Folgenden selbst die Leistung der ÖFB-Frauen bei der EM 2022 gegen Nordirland:
Manuela Zinsberger – 90 Minuten – Anmerkung: 1
Tadellose Leistung der österreichischen Nummer eins! Anders als beim England-Spiel wurde die Arsenal-Torhüterin deutlich weniger geprüft, war aber immer da, wenn sie es brauchte. Das gilt auch für zwei Distanzschüsse mitten in einem, die er problemlos fing. Er war besonders stark mit dem Ball am Fuß und ging immer mit viel Selbstvertrauen ins Training.
Katharina Schiechtl – 90. Minute, Tor – Note: 1
Er ersetzte die Corona-positive Laura Wienroither in der Startelf und nutzte ihre Chance voll aus. Sie war es, die Austria nach einem Foul an die Anzeigetafel lenkte (19.). Außerhalb des Spiels war er offensiv eher zurückhaltend, aber defensiv stand er grundsolide, erwischte mit einem guten Positionsspiel viele Bälle, bevor er richtig gefährlich werden konnte.
Carina Wenninger – 90 Minuten – Note: 2
Sicherer Aspekt der erfahrenen Innenverteidigung! Er zeigte oft ein starkes Stellungsspiel und zerschmetterte zunächst gegnerische Angriffe mit seiner Präsenz. In der zweiten Hälfte wurde mehr Druck gemacht, nachdem die Nordirin mehr Druck machte, aber sie räumte immer so gut ab wie die letzte Frau. In einer Ecke schnappte er sich mit blutender Nase ein Souvenir.
Viktoria Schnaderbeck – bis 46 Minuten – Note: 3
Trotz ihrer körperlichen Beschwerden konnte die Kapitänin wieder von Beginn an spielen, wurde aber vor allem defensiv kaum gefordert, wirkte bei den wenigen Angriffen aus Nordirland aber souverän. Sie wirkte etwas unentschlossen, was das Anhäufen anging, ein verheerendes Missgeschick, als die letzte Frau schließlich straffrei ausging. Zur Pause war für sie Schluss.
Verena Hanshaw – 90 Minuten – Note: 3
Er pflügte die linke Flanke von vorne nach hinten neu. Die Frankfurter Abwehr konnte ihr offensives Momentum voll ausleben, griff immer wieder in die Offensive ein, agierte im Passspiel aber oft etwas zu nachlässig. An seinen Avancen war fast nichts wirklich Profitables. Defensiv brannte er nicht viel.
Julia Hickelsberger-Füller – bis 73 Minuten – Note: 2
Diesmal durften sie von Beginn an spielen und zeigten gleich warum. Mit seinem Tempogefeilschen stellte er die gegnerische Abwehr mitten in einem immer wieder vor große Probleme, die Nordiren wussten sich oft nur mit Fouls zu helfen. Seine starke Sololeistung und sein Pass auf Billa bescherten dem ÖFB die erste Chance. Im Mittelteil zwei deutlich dezenter.
Sarah Zadrazil – 90 Minuten – Anmerkung: 1
Montag war überall! Die zentrale Mittelfeldspielerin war extrem aktiv, drängte, suchte sich mit Sechzehn immer wieder ihren Weg, arbeitete aber auch weit nach hinten. Das Füllen vieler Löcher, seine Eroberungen und die Ballsicherheit waren der Schlüssel zu einer dominanten ÖFB-Leistung.
Sarah Puntigam – 90 Minuten, 2 Vorlagen – Note: 2
Bei beiden Treffern hatte der ÖFB-Mittelfeldspieler seinen Fuß im Spiel. Das 1:0 bereitete er mit einem von Nordirland abgefälschten Freistoß vor, das 2:0 resultierte aus einem starken Ball hoch nach oben. In der Nachspielzeit wird er in letzter Minute daran gehindert, sein eigenes Tor zu erzielen. Sie gab den Ton für den Ball an, warf aber auch den ein oder anderen Haarrock um.
Marie-Therese Höbinger – bis 46. Minute – Note: 3
Am Montag durfte er von Beginn an spielen und wurde sofort mit einem abgefälschten Schuss präsentiert. Er war beim ÖFB-Spiel sehr engagiert, hat sich auch mit Sechzehn weiter zurechtgefunden, in Tornähe aber zunehmend unglücklich agiert. Mit seinem guten Druck startete er die Nebellatte. Ich musste in Ruhe raus.
Barbara Dunst – 90 Minuten – Anmerkung: 1
Die schockierendste Frau in der ÖFB-Offensive! Die Flanken sorgten mit ihren starken Mitten und Regatten immer wieder für Gefahr, noch gefährlicher waren ihre weiten Würfe. Einen Schuss davon lenkt der nordirische Schlussmann an die Latte (42.), ein Volleyschuss nach einer Stunde geht etwas zu zentral (62.). Kein Ziel, aber immer eine Gefahrenquelle!
Nicole Billa – bis 85 Minuten – Anmerkung: 3
Den ersten guten Schuss setzte der erste Stürmer gleich zu Beginn des Spiels ins Außennetz (10.). Er war danach sehr aktiv, erzielte aber keine wirkliche Einigung. Er machte zwar viele Meter, machte aktiv Pressing, bot sich seinen Mitspielern immer wieder an, machte aber auch einige Fehler bei der Ballverarbeitung.
Laura Feiersinger – ab Minute 46 – Note: 2
Er ging in die Pause und ging sofort viele Meter zurück. Er arbeitete viel kopfüber und griff auch ins Pressing ein. Kurz vor Schluss machte er auch offensiv auf sich aufmerksam, schoss erst übers Tor (86.), dann legte Puntigam nach (92.) und scheiterte erneut aus spitzem Winkel am nordirischen Schlussmann.
Marina Georgieva – ab 46. Minute – Note: 2
In der Halbzeit eingewechselt, hielt aber in der zweiten Halbzeit dem Druck stand, der aus Nordirland stieg. Defensiv hat sich Georgieva stabil gehalten, auch die Mitte hat immer wieder mit dem einen oder anderen guten Angriff interveniert.
Katharina Naschenweng – ab Minute 73, Tor – Note: 1
Er kam, sah und siegte. Der Flügelstürmer ging in die Schlussviertelstunde und sorgte sofort für Ärger bei der nordirischen Abwehr. Der erste Distanzschuss war noch zu harmlos, doch mit einer tollen Eins-gegen-Eins-Aktion sorgte er mit 2:0 für den Sieg der Vorentscheidung zugunsten der Österreicher.
Lisa Makas – ab Minute 85 – Anm.: zu kurz eingesetzt
Seinen ersten Auftritt bei dieser EM hatte er in der Schlussphase, konnte das Spiel aber nicht mehr entscheidend beeinflussen.
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