Green Day inspiriert die „Hella Mega Tour“ im Happel Stadion

Das Konzert wurde von der australischen Punkrockband Amyl and the Sniffers eröffnet. Und Weezer, dessen Leistung etwas voraus war, spielte immer noch unter einem sonnigen, wolkenlosen Himmel. „Wir hoffen, dass euch das Konzert gefällt“, sagte Sänger Rivers Cuomo, der die letzten zwei Jahre offenbar genutzt hat, um sein Deutsch zu verbessern. Neben anderen Verwandten wie „Beverly Hills“ und „Island in the Sun“ spielte die Band ihre Versionen von Totos „Africa“ und Metallicas „Enter Sandman“ sowie erstmals live den neuen und eingängigen Song “Erinnerungen”.

Fall Out Boy beließ es in Sachen Bühnenbild nicht bei der von Weezer genutzten Videowand, sondern nutzte auch das Element Feuer und starke Knalleffekte, die später auch bei Green Day zum Einsatz kamen. Ein aus dem Bühnenboden ragendes Haus und leider nur schwer verständliche Clips vervollständigen die wohl aufwändigste Kulisse des Tages. Alternative Rocker sagten, sie seien mit Konzerten von Green Day und Weezer aufgewachsen, bevor sie sich von „Thnks fr th Mmrs“, „Centuries“ und „Saturday“ verabschiedeten.

Green Day ließ zunächst andere für sich arbeiten: Queens „Bohemian Rhapsody“, Ramones „Blitzkrieg Bop“ und Joan Jetts „I Love Rock ’n‘ Roll“ erklangen aus der Dose in Stadionlautstärke. Der Animateur vor der Ankunft der Kultband war eine Person in einem rosa Hasenkostüm, die schließlich theatralisch von der Bühne entfernt wurde. Da waren Sängerin Billie Joe Armstrong, Bassist Mike Dirnt, Drummer Tré Cool und Gitarrist Jason White plötzlich da und versprachen dem Publikum sofort: Sie würden gemeinsam singen, tanzen und ordentlich Krach machen.

Endlich war die Nacht über Wien hereingebrochen. Nicht nur dieser günstige Sendeplatz, sondern auch die Fans, die nun erstmals am Boden zerstört schienen, bewiesen, dass Green Day die unangefochtenen Headliner dieses Miniaturfestivals waren. Es begann mit einem Hitfeuer, die Band eröffnete mit „American Idiot“, spielte dann auch „Holiday“, „Know Your Enemy“ und „Boulevard of Broken Dreams“.

Auch für „Old-School-Fans“ war etwas dabei: „Longview“ zum Beispiel, das Green Day 1994 uraufgeführt hat Dirnt, der Rest lässt sich leicht ausrechnen) war bei den Musikern nicht zu sehen: die umwickelten schwarzen Haare, der Eyeliner. und die Wie immer repräsentierten die gegürteten Gürtel der Sängerin die Essenz der Band. Und es wurde hier sowieso aufgeführt, als wäre man nicht über 49 Jahre alt.

Zweifellos hat die Band das Versprechen gehalten, das sie zu Beginn gegeben hat: Viel mehr als ihre ersten Bands spielten sie gekonnt mit dem Publikum, sie wurden aufgefordert zu springen, zu singen, ihre Telefone zum Leuchten zu bringen und sie bauten sich buchstäblich ein, während zwei Frauen Sängerinnen wurden und brachte die Gitarre auf die Bühne. Das Green Day-Aushilfsmitglied machte einen guten Job und durfte mit einer neuen Gitarre ins Publikum zurückkehren. „Ich hoffe, du hattest die beste Zeit deines Lebens“, hieß es im Schlusssong „Good Riddance (Time of Your Life)“, gefolgt von Konfetti- und Feuerwerksregen, zwei Jahre Wartezeit würden sich lohnen .

(SERVICE UND -)

Leave a Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *