– Eine verdächtige Postzustellung führte in der vergangenen Woche zu einem Großeinsatz in Fürth-Poppenreuth. Nun meldet die Polizei neue Informationen über den mutmaßlichen Giftstoff im Umschlag auf der einen Seite und parallel zu einem ähnlichen Vorfall auf der anderen Seite, die den Verdacht auf bekannte Erpressung erhärten.
Bei einer Anwaltskanzlei in Poppenreuth ging letzte Woche eine verdächtige E-Mail ein. Daraufhin startete die Polizei einen Großeinsatz vor Ort. Nach Untersuchung des austretenden gasförmigen Stoffes bestätigte sich Augenzeugenberichten zufolge der Verdacht, dass ein gefährlicher Stoff freigesetzt worden war. Die Betroffenen hatten auch keine gesundheitlichen Probleme.
Wie sich eine gute Woche später herausstellte, wurde ein ähnlicher Brief noch am selben Tag in Frankfurt am Main zugestellt. In der Mainmetropole jedoch zogen Mitarbeiter des betreffenden Unternehmens die Verkehrskarte vor dem Öffnen ein. Die Ermittler von BAO Klammer gehen nun davon aus, dass die Briefe nach Fürth und Frankfurt Teil des bereits bekannten Erpressungsszenarios gegen die Commerzbank AG sind. Die Ergebnisse der forensischen Untersuchungen der beiden Programme liegen noch nicht vor, aber die bereits erfolgten optischen und technischen Gutachten sowie zwei Haftungsansprüche bestätigen den Verdacht, dass die Briefe tatsächlich auf das bekannte Erpressungsszenario zurückzuführen sind.
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Die Polizei warnt Filialen, Unternehmen oder Mitarbeiter der Commerzbank AG vor solchen Sendungen und rät zu allgemeinem Misstrauen bei unerwarteten Briefen. Sie sollten auf Auffälligkeiten (z. B. Beulen oder fühlbare Gegenstände im Inneren des Umschlags) überprüft und auf jeden Fall vorsichtig und ohne Öffnen behandelt werden. Empfänger dieser Programme sollten die Polizei benachrichtigen, falls erforderlich, indem sie eine Notrufnummer anrufen.