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Die Hitzewelle hält die Schweiz fest im Griff. Wir zeigen, wo es in der Schweiz mehr Hitze gibt und wo es mehr regnet: die Übersicht.
Wärme
Der wärmste Ort der Schweiz ist Lugano (TI). Die Messstation erreichte von 1991 bis 2020 eine durchschnittliche Jahrestemperatur von 13,0 Grad Celsius und lag damit an der Spitze der Schweiz. Zum Vergleich: In Zürich liegt die Jahresdurchschnittstemperatur bei 9,8 Grad, in Basel bei 10,9. Auch der Ort mit der höchsten gemessenen Temperatur liegt nie am Alpensüdhang, sondern am Rande Graubündens: Am 11. August 2003 wurden in Grono (GR) 41,5 Grad gemessen. Anschließend wurde die Temperatur auf 40,5 Grad korrigiert, aber es bleibt die wärmste jemals in der Schweiz gemessene Temperatur.
Legende: Die heisseste Temperatur der Schweiz wurde 2003 in Grono (GR) gemessen. Archiv / Keystone
Boden
Fünf der zehn sonnigsten Orte der Schweiz befinden sich tatsächlich im Kanton Tessin, bekannt als Wintergarten. Aber auch im Wallis und in der Westschweiz scheint oft die Sonne, wie der folgende sonnenlange Umzug zeigt. Dafür gibt es im Mittelland und in der Ostschweiz deutlich weniger Sonne. Das liegt nicht zuletzt auch an dem oft vorhandenen Nebel.
1. Locarno Monti / Cimetta (TI) 2228/2256 Stunden 2. Sitten (VS) 2158 Stunden 3. Stabio (TI) 2272 Stunden 4. Crans-Montana (VS) 2141 Stunden 5. Magadino (TI) 2122 Luganoden (TI) 2120Stunden 7. Stabio (TI) 2063Stunden 8. Piz Corvatsch (GR) / Nyon (VD) 1961 Stunden 9. Pully (VD) 1957 Stunden 10. Weissfluhjoch (GR) 1894 Stunden
kalt
Die Wetterstation Jungfraujoch auf 3580 Metern über Meer weist mit -6,7 Grad die tiefste Jahresdurchschnittstemperatur auf. Die kältesten Temperaturen der Schweiz werden jedoch nicht in den Alpen gemessen, sondern im Jura de Neuchâtel: Die Stadt La Brévine (NE) liegt im Vakuum auf 1048 Metern über Meer. Der Kälterekord liegt hier bei -41,8 Grad und datiert vom 12. Januar 1987.
Trockenheit
Im Rhonetal im Kanton Wallis gibt es wenig Niederschlag. Der trockenste Ort des Landes ist Stalden-Ackersand (VS). Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt 543 Millimeter. Das entspricht 543 Liter Wasser pro Quadratmeter.
nass und regnerisch
Im Durchschnitt regnet es auf dem Säntis mehr als fünfmal mehr als in Stalden-Ackersand. Auf dem berühmten Ostschweizer Gipfel wurden zwischen 1991 und 2020 durchschnittlich rund 2840 Millimeter Regen gemessen. Die höchste Regenmenge in 10 Minuten betrug 2018 in Lausanne 41 Millimeter. In Locarno Monti wurden im August 1997 91,2 Millimeter in einer Stunde gemessen. Im September 1924 fielen in Mosogno (TI) in zwei Tagen etwa 612 Millimeter Regen, also 612 Liter Wasser pro Quadratmeter.
Wind
Es ist ohne Zweifel der windigste der Berge. In Grand St. wurde eine maximale Böe von 165 Meilen pro Stunde gemessen. Bernard bei Sturm Vivian am 27. Februar 1990. Aber auch im Flachland kann es ordentlich Wind machen: In Glarus brachte ein Sturm im Juli 1985 eine Böe von 190 Stundenkilometern.
Legende: Auf dem Grossen St. Bernhard kann es sehr stürmisch sein. 1990 wurde hier eine Böe von 268 Stundenkilometern gemessen. Schlussstein
Schnee
Da auf dem Säntis im Winter die meisten Niederschläge wie Schnee fallen, verwundert es nicht, dass dort die grösste Schneehöhe der Schweiz gemessen wurde: Im April 1999 lag 816 Zentimeter Schnee. Die grösste Neuschneemenge an einem Tag fiel am 15. April 1999 auf dem Berninapass (2307 Meter über Meer) mit 130 Zentimetern. Im Hospiz Grimsel fielen an einem einzigen Tag, dem 30. März 2018, 300 Zentimeter Neuschnee.
Die Daten in diesem Artikel stammen vom Bundesamt für Meteorologie.