Kerstan: Warmwasser im Notfall „nur zu bestimmten Tageszeiten“ Weitere Hamburger Nachrichten

Stand: 02.07.2022 13:31 Uhr

Die Sorge um Gasknappheit wächst. Die Bundesnetzagentur befürchtet, dass Russland die Gaslieferungen bald einstellt und Wartungsarbeiten an der Leitung Nord Stream 1 zum Anlass nimmt. Hamburgs Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) denkt bereits über eine Begrenzung der Warmwasserbereitung auf Privathaushalte nach.

„Bei akutem Gasmangel könnte warmes Wasser im Notfall nur zu bestimmten Tageszeiten bereitgestellt werden“, sagte Kerstan der Welt am Sonntag. Denkbar wäre auch eine generelle Absenkung der maximalen Umgebungstemperatur im Fernwärmenetz.

Möglichkeit von Lieferbeschränkungen durch einzelne Bezirke

Eine Unterscheidung zwischen gewerblichen und privaten Kunden wird in diesem Fall allein aus technischen Gründen nicht hamburgweit möglich sein. Gelingt es nicht, den großen Unternehmen genügend Gas einzusparen, könnten Lieferbeschränkungen für einzelne Stadtteile die Folge sein.

LNG-Terminal am Hafen frühestens im Mai

Kerstan erklärte zudem, dass ein mögliches temporäres LNG-Terminal im Hamburger Hafen spätestens Mitte nächsten Jahres in Betrieb gehen werde. Im Laufe des Monats Juli wird sich zeigen, ob und an welchem ​​Standort ein solches Terminal in Hamburg realisierbar ist. Dort könnte das Gas voraussichtlich ab Mai 2023 umgeschlagen werden. Die vollständigen Ergebnisse der Standortprüfungen würden im Oktober vorliegen, sagte Kerstan.

AUDIO: Umweltsenatorin: Warmwasserrationierung in Hamburg möglich (1 min)

Weitere LNG-Terminals Anfang dieses Jahres

Derweil sagte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) der „Welt am Sonntag“, dass die ersten beiden temporären LNG-Terminals in Wilhelmshaven und Brunsbüttel noch in diesem Jahr in Betrieb gehen sollen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 90,3 | NDR 90,3 aktuell | 02.07.2022 | 09:00 Uhr

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