Köppel kann als „harte Linie“ bezeichnet werden.

Nationalrat Roger Köppel spricht an der Delegiertenversammlung der Schweizer SVP vom Samstag, 9. April 2022, im Churer Rathaus über den Neutralitätsbeschluss.

KEYSTONE / Gian Ehrenzeller

Radio und Fernsehen sollten den Begriff „harte Linie“ mit Vorsicht verwenden. SVP-Nationalrat Roger Köppel kann sie so nennen, wenn er kompromisslos ist, wie bei Sanktionen gegen Russland.

Ein Beschwerdeführer hatte sich beim SRG-Ombudsmann über einen Online-Artikel von SRF News beschwert, wie am Dienstag bekannt gegeben wurde. Der Zweck des Artikels bestand darin, eine Verletzung der Vertraulichkeit der Kommission geltend zu machen. Roger Köppel sprach in seinem Blog von einer Razzia bei einer Schweizer Uhrenfirma in Moskau, die der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats gemeldet worden war.

Das berichtete SRF News und bezeichnete Köppel im Hörbeispiel und Text als «hardline SVP». Der Beschwerdeführer beklagte, dass “Extremisten auf der linken Seite des SRF die SVP-ler wieder einmal als kompromisslos diffamieren, ohne dass es inhaltlich notwendig wäre”. Dies verstoße gegen den Grundsatz der Fairness. Gleichzeitig ignorierte die Redaktion den vorherigen Hinweis der Ombudsstelle, wonach das „Hard“ mit Vorsicht zu verwenden sei. Der frühere Treuhänder Roger Blum reagierte 2019 auf eine Beschwerde desselben Mannes.

Der Treuhänder lehnte dies ab. Die Redaktion behielt die Bezeichnung bei. Von bindungswilligen Parlamentariern war keine Rede.

Köppel ist das egal

Wenn Köppel wie im vorliegenden Fall als „harte Linie“ bezeichnet wurde, war dies berechtigt. Der Zürcher Nationalrat lehnt Sanktionen gegen Russland kompromisslos ab.

Auf Nachfrage des Ombudsmanns sagte Köppel selbst dem Ombudsmann, dass er dem Begriff in diesem konkreten Fall nicht widerspreche. “Ich habe zum Beispiel im Hinblick auf Sanktionen und damit auch gegen die Neutralitätspolitik nichts gegen diese Bezeichnung, im Gegenteil”, sagte er in einer Mitteilung.

sda/tgab

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