Corona-Virus in Sachsen, Deutschland und der Welt: Das Wichtigste in Kürze:
21.01 Uhr: Mittelsachsen vermeidet ImpfpflichtDas Landratsamt Mittelsachsen bescheinigt die Grundversorgung seiner Pflegekräfte, Ärzte und Pflegekräfte. Damit können sie trotz Impfpflicht ungeimpft weiterarbeiten, womit die seit dem 16. März geltende Regelung abgeschafft wird, berichtet die Freie Presse. Landrat Matthias Damm (CDU) setzt auf den den Kreisen eingeräumten Ermessensspielraum, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Um dies zu ermitteln, hat das Landratsamt bei den 570 Gesundheits- und Pflegezentren des Landkreises angefragt, ob eine Versorgung ohne ungeimpfte Beschäftigte möglich sei. Scheinbar nicht. Daher sieht der Landkreis davon ab, Bußgelder und Vertretungsverbote anzudrohen. Der Landrat Damm begründet das Vorgehen unter anderem mit einer ähnlichen Übertragungswahrscheinlichkeit des Virus bei geimpften und ungeimpften Personen. Aus demselben Grund schickte Damm kürzlich einen Beschwerdebrief an Bundesgesundheitsminister Lauterbach (SPD).
20.03 Uhr: Lauterbach sieht Regierungsmitglieder besonders gefährdet für die Krone
Viele Kontakte und Reisen von einem Ort zum anderen: Mitglieder der Bundesregierung haben laut Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ein hohes Risiko einer Kroneninfektion. „Natürlich sind wir uns wegen des Virus im Kabinett auch nicht sicher, ganz im Gegenteil“, sagte Lauterbach am Mittwoch bei einem von der Rheinischen Post organisierten Treffen des Ärztenetzwerks in Düsseldorf. Minister haben viele Kontakte, begleitet von Rednern und Leibwächtern. “Also ist es nur eine Frage der Zeit.” Er selbst sei sehr vorsichtig, trage eine Maske und sei viermal geimpft worden, sagte Lauterbach. „Aber es kann mich jeden Tag treffen. Das gilt für jeden von uns.“
Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) hatte zuvor kurz nach ihrem Antritt in Pakistan eine geplante mehrtägige Auslandsreise wegen einer Kroneninfektion absagen müssen. Baerbock gehöre im Kabinett „zum Vorsorgeteam“, sagte Lauterbach. “Er war immer vorsichtig und er ist nicht schuld.”
18.08 Uhr: Grüner Experte zur schnellen Kranzvorsorge für den Herbst
Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen sucht schnellstmöglich Rechtsrat für weitere Vorsorgemaßnahmen gegen die Krone im Herbst und Winter. „Wir brauchen einen Werkzeugkasten, der im Herbst schnell und flexibel einsetzbar ist“, sagte der Bundestagsabgeordnete am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. “Rechtzeitige und sorgfältige Vorbereitung bleibt ein entscheidender Faktor im Pandemiemanagement.” Für parlamentarische Beratungen über Änderungen des Infektionsgesetzes bleibt nach den Sommerferien nicht genug Zeit. “Also sollten wir damit zuerst anfangen.”
Dahmen betonte, die am Mittwoch vorgestellten Empfehlungen des Sachverständigenrates der Bundesregierung seien „die zentrale Grundlage“. „Wir müssen uns mit der Anpassung des Infektionsschutzgesetzes auf alle Szenarien vorbereiten.“ Der Sachverständigenrat erklärte nüchtern, dass im Herbst und Winter mit einer mehrmonatigen Welle zu rechnen sei. „Impf- und Schutzmaßnahmen bleiben unsere wichtigsten Instrumente gegen die nächste Welle“, sagte Dahmen.
17.03 Uhr: Der Präsident der Slowakei sagt die Auslandsreise wegen Covid-19 ab
Die slowakische Präsidentin Zuzana Caputova wurde positiv auf Covid-19 getestet. Daher werde das Staatsoberhaupt in den kommenden Tagen alle öffentlichen Auftritte absagen, teilte das Präsidialamt in Bratislava am Mittwoch auf seiner offiziellen Website mit. Sein Sprecher Martin Strizinec sagte der Nachrichtenagentur TASR, Caputova könne auch nicht an einer geplanten Reise nach Portugal und Italien mit dem polnischen Präsidenten Andrzej Duda teilnehmen. Nun muss Duda die Reise ohne seinen slowakischen Amtskollegen antreten.
Ziel der Reise in die beiden südeuropäischen Länder ist es, möglichst bald für den EU-Beitrittskandidatenstatus der Ukraine zu werben. Caputova und Duda gaben diese gemeinsame Initiative Mitte Mai nach einem Treffen in Bratislava bekannt. Die beiden Staatsoberhäupter sagten damals, sie würden in verschiedene Hauptstädte reisen, vor allem aus jenen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, deren Regierungen skeptisch gegenüber einer schnellen Gewährung des Kandidatenstatus für die Ukraine seien.
15.30 Uhr: Kronenexpertise: Kronenvorbereitungen für den Herbst sind nötigDer Kronen-Sachverständigenrat der Bundesregierung hält es für erforderlich, sich auf den zu erwartenden Anstieg der Fallzahlen im Herbst und Winter „mit kurzer Reaktionszeit für die Zukunft vorzubereiten“. Die Vorbereitung erfordere jedenfalls unter anderem „eine solide Rechtsgrundlage für Infektionsschutzmaßnahmen“, heißt es in der am Mittwoch in Berlin vorgestellten Stellungnahme „Pandemievorbereitung für Herbst/Winter 2022/23“. Diese Rechtsgrundlage solle „eine schnelle, auf das Infektionsgeschehen abgestimmte Reaktion“ ermöglichen.
Experten sagen: „Die verbleibende Impflücke und der Rückgang der Immunität im Laufe der Zeit, die Entwicklung des fortschreitenden Virus und die Aktivität der Krankheit durch andere Atemwegserreger werden voraussichtlich im Herbst zu einer weiteren erheblichen Belastung des Gesundheitssystems und der kritischen Infrastruktur führen / Winter “. Der Impfschutz in der Bevölkerung ist derzeit hoch. „Gleichzeitig treten Varianten des Virus mit reduzierter Schwere der Erkrankung auf.“
In einem ungünstigen Szenario halten Wissenschaftler eine neue Variante des Virus mit einer Kombination aus erhöhter Übertragbarkeit und schwererem Krankheitsverlauf für möglich. Dafür könnten erneut allgemeine Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht und Abstandsgebot erforderlich sein, die erst im Frühjahr 2023 reduziert werden könnten Auswirkungen.
Ratsvorsitzender Heyo Kroemer sagte, das Gremium wolle keine dramatischen Bilder und Sorgen erzeugen. Die Stellungnahme sei der “objektive Versuch”, mögliche Pandemieereignisse zu beleuchten und zeitnah Empfehlungen abzugeben. „Die Pandemie ist definitiv noch nicht vorbei“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Berliner Charité. Niemand weiß, was im Herbst und Winter passieren wird. Aus diesem Grund hat der Rat die drei Szenarien vorgeschlagen. Die 19 Mitglieder nahmen die elfte Erklärung nach intensiver Diskussion an.
Bund und Länder haben das Beratungsgremium beim Bundeskanzleramt geschaffen.
14.45 Uhr: 2.167 Corona-Neuinfektionen und sieben Todesfälle in Sachsen
Die sächsischen Gesundheitsbehörden haben dem Gesundheitsministerium am Mittwoch binnen 24 Stunden 2.167 Neuinfektionen gemeldet. Vor genau einer Woche wurden 1.453 Neuinfektionen gemeldet. Mit den aktuellen Zahlen wurden in Sachsen seit Beginn der Pandemie insgesamt 1.517.322 Infektionen registriert. Es gab auch sieben Todesfälle an einem Tag. Bis heute sind in Bayern 15.553 Menschen im Zusammenhang mit einer Kroneninfektion gestorben.
Die Inzidenz von 7 Tagen liegt im Freistaat noch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Sachsen ist mit 105,5 bundesweit erneut der zweitniedrigste Wert hinter Thüringen mit 75,5.
13.48 Uhr: VdK: Verlängerung der kostenlosen Bürgertests bis Winter
Der Sozialverband VdK hat die Bundesregierung aufgefordert, die kostenlosen Bürgerkronentests bis in den Winter zu verlängern. „Hier ist Eile geboten, denn sie laufen Ende Juni aus“, sagte Präsidentin Verena Bentele am Mittwoch in Berlin. Er forderte zudem die Beibehaltung restriktiver Testkonzepte in Wohnheimen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Kontakte zu gefährdeten Gruppen sollen laut Bentele erst nach einem negativen Kronentest erlaubt werden: „Nur so kann die Sicherheit der Bewohner auch in der aktuellen Infektionslage gewährleistet werden.
Der Schutz aller Risikogruppen muss Priorität haben.“ Die Länder brauchen auch die Möglichkeit, über den September hinaus bewährte Maßnahmen, wie etwa die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr, über den September hinaus zu verlängern und in der Lage zu sein “Eine vierte Impfung soll bei professionellen Pflegekräften und auch bei pflegenden Angehörigen zum Standard werden”, sagte der Verbandschef.
13.01 Uhr: Großes Lohngefälle zwischen Frauen und Männern in Sachsen: Kroneneinfluss untersucht
Der Gender Pay Gap in Sachsen geht zurück, ist aber weiterhin vorhanden. Laut einer am Mittwoch vorgestellten Studie der Behörde für Chancengleichheit in Dresden ist der Abstand im Freistaat von 8,5 Prozent im Jahr 2019 auf 7,6 Prozent im Jahr 2020 gesunken. Damit schneidet Sachsen besser ab als im Bundesdurchschnitt, wo der geschlechtsspezifische Einkommensunterschied liegt 2020 sind es 19,3 Prozent. „Jeder prozentuale Unterschied ist definitiv zu viel, auch in Sachsen“, sagte Gesine Märtens, Staatssekretärin für Chancengleichheit. Ziel sollte es sein, die Lücke vollständig zu schließen.
Für die Studie untersuchten Forscher des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) auch einen möglichen Einfluss der Corona-Pandemie auf die Lohnlücke. Michaela Fuchs vom IAB erklärte, dass sich die erste Welle der Pandemie noch nicht auf die Lohnunterschiede bei Vollzeitbeschäftigten ausgewirkt habe. Dies war überraschend, da insbesondere Mütter die Kinder während der ersten Entbindung zu Hause betreuten. Auch wenn die Folgen nicht ausgeschlossen werden können, ist es ein gutes Zeichen dafür, dass sich die Lohnlücke zu Beginn der Pandemie nicht vergrößert hat.
⁇Unser Push-Service für …